Ein seltsamer Auftritt am Bahnhof Luzern. (Bild: les)
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Ein seltsamer Auftritt am Bahnhof Luzern. (Bild: les)

Am Bahnhof steht plötzlich ein Kriegsheld

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Max Waibel lebte von 1901 bis 1971. Am einem Freitag im August 2018 jedoch, tauchte der Luzerner Offizier plötzlich wieder am Luzerner Bahnhof auf.

In der Halle der Luzerner Bahnhofs, zwischen Gleis 9 und 10 stand am Freitagmorgen ein Mann in historischer Uniform. Unbeweglich, still. Und vor allem: Ohne Erklärung, weshalb.

Doch wer genauer hinschaute, wird eine junge Frau mit Kamera in seiner Nähe entdeckt haben. Dabei handelt es sich um die Schülerin Lia von Moos. Sie schreibt ihre Maturaarbeit über Max Waibel, den berühmten Luzerner Nachrichtendienst-Offizier, der im Zweiten Weltkrieg massgeblich zum früheren Ende des Krieges beigetragen hat. Er vermittelte in Luzern bei geheimen Treffen zwischen den kriegführenden Nationen.

Eine Gedenktafel zu seinen Ehren wurde 60 Jahre nach Kriegsende im Armeeausbildungszentrum in Luzern eingeweiht. Anwesend war der schweizerische Bundespräsident Samuel Schmid sowie die Botschafter der USA, Russlands, Frankreichs und Italiens. Der ehemalige Staatssekretär Franz Blankart sagte dabei, dass der Offizier sicher vom Bundesrat gestoppt worden wäre, wenn dieser von Waibels Tätigkeit gewusst hätte. Mutig sei er nicht Befehlen, sondern seinem Gewissen gefolgt und habe so den Krieg in Europa zu einem frühen Ende gebracht. So steht es auch auf seiner Gedenktafel.

Lia von Moos erklärt, sie wolle Waibel in die heutige Zeit holen. Und daraus einen Film machen. «Ich will etwas erschaffen, das ich den Leuten zeigen kann. Und nicht eine Arbeit, die nur mein Lehrer liest und sonst niemand», so die Schülerin.

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