Religionslehrer verurteilt, weil er Kinderpornos schaute

1min Lesezeit

Ein 41-jähriger Mann ist vom Luzerner Kriminalgericht wegen Kinderpornografie und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Er arbeitet in einer Luzerner Gemeinde unter anderem als Religionslehrer – ein Berufsverbot hat das Gericht nicht erlassen.

Der Mann stand vor Gericht, weil er im Jahr 2015 im Internet verbotene Kinderpornografie beschafft und konsumiert hatte. Das Luzerner Kriminalgericht hat den Schweizer schuldig gesprochen wegen mehrfacher Pornografie mit Kindern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Zudem wurde er des mehrfachen Verstosses gegen das Waffengesetz verurteilt.

Das Gericht verurteilte den heute 41-Jährigen zu einer bedingten Geldstrafe von 18'000 Franken und einer Busse von 500 Franken. Die Staatsanwaltschaft hatte eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten gefordert. Der Beschuldigte muss zudem die Verfahrenskosten von fast 20'000 Franken tragen.

Der Mann arbeitet seit mehreren Jahren teilzeit bei einer Luzerner Pfarrei als Jugendseelsorger und Religionslehrer. Ein Berufsverbot haben die Richter nicht erlassen, weil der Verurteilte die Pornografie zu Hause konsumiert habe.

Auf Anfrage der SDA teilt die Pfarrei mit, dass man im Kontakt mit dem Beschuldigten stehe, man habe aber noch keine Einsicht in Anklage- oder Urteilsschrift gehabt. Die Pfarrei pflege eine Nulltoleranz bei solchen Vergehen, ein Krisenmanagment-Team hat die Arbeit aufgenommen.

x
Ist Ihnen unabhängiger Journalismus etwas wert? Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie zentral+, Beiträge wie diesen zu realisieren.

Ihre Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, müssen Sie auf zentralplus eingeloggt sein.
Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich jetzt und profitieren Sie
von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Mehr News aus Der Region