Ein ganzheitlich erschlossener Rundweg um den Baldeggersee: Weiterhin ein Traum oder bald Realität? (Bild: Emanuel Ammon/AURA)
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Ein ganzheitlich erschlossener Rundweg um den Baldeggersee: Weiterhin ein Traum oder bald Realität? (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Weg um den Baldeggersee – Lücken stehen vor Schliessung

3min Lesezeit

Der Verein Rundweg Baldeggersee sowie die Idee Seetal wollen die Lücken in der Rundtour um den See schliessen und ein 50-jähriges Vorhaben zu Ende bringen. Sie haben die Grundeigentümer der fehlenden 5,3 Kilometer orientiert, wie das funktioneren soll.

Die Idee Seetal und der Verein Rundweg Baldeggersee präsentierten am vergangenen Donnerstag an einer Orientierungsveranstaltung für Grundeigentümern einen möglichen Wegverlauf um den See.

Wie der Verien am Montag mitteilte, zeigten Vertreter des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes dabei das koordinierte Verfahren auf. Dieses besteht einerseits aus einer geringfügigen Anpassung der Schutzverordnung (SVO), andererseits aus dem ordentlichen Baugesuchsverfahren.

Im Herbst haben die Gemeinden sämtliche Unterlagen

In einem nächsten Schritt erarbeitet der Trägerverein unter der Leitung von Urs Meyer-Dotta ein entsprechendes Bauprojekt. Dabei werden weitere Detailfragen in engem Austausch mit den Grundeigentümern sowie der Pro Natura bereinigt. Die Planungsunterlagen zu Handen der Gemeinden als Gesuchsteller sollen im Herbst vorliegen.

Zu den Baugesuchsunterlagen gehört als integraler Teil des Eingabeprojekts auch ein vom Kanton geforderter Umweltbericht. Dieser ist durch einen externen Fachmann in Bearbeitung. Darin werden etwa vorhandene Naturwerte, Auswirkungen des Weges auf die Natur sowie mögliche ökologische Ausgleichsmassnahmen aufgezeigt. Nach der Einreichung des Baugesuches erfolgt die öffentliche Auflage in den vier Seegemeinden.

Alle Direktbetroffenen wurden im Prozess laufend informiert, namentlich alle Grundeigentümer sowie die Pro Natura und die Vereinigung Luzerner Wanderwege.

Verschiedene Bedürfnisse und Interessen


Die für einen durchgehenden Rundweg zu ergänzende Wegstrecke beträgt rund 5,3 Kilometer. Sie führt, abgesehen von einem kurzen Stück im Bereich Badi Gelfingen, vom Raum Stäfligen, Retschwil bis Nunwil und am Südende des Sees hinüber nach Baldegg.

Das Projekt sieht vor, dass etwa 2,3 Kilometer des Weges entlang der Ufervegetation verlaufen. Die Idee, den Weg auf der Westseite direkt entlang des Ufergehölzes zu führen, geht auf einen Vorschlag verschiedener landwirtschaftlicher Grundeigentümer zurück. Sie argumentierten laut Trägerverein: «Wenn schon ein ufernaher Weg, dann wenigstens nicht quer durch Landwirtschaftsland sondern innerhalb der Naturschutzzone entlang der Ufervegetation.» Dies ist nun so geplant, wobei der Weg bei naturschützerisch sensiblen Abschnitten etwas weiter vom See entfernt geführt wird.

Die Uferzone des Baldeggersees.
Die Uferzone des Baldeggersees. (Bild: zvg)

Im Abschnitt Tempikon-Nunwil-Baldegg soll der Weg entlang der Strasse gebaut werden, so dass der Wanderweg das Seeufer verlässt. Mit dieser Linienführung kann neben dem Wanderweg ein sicherer, direkter Schulweg gewährleistet werden. Dies entspricht einem lange gehegten Wunsch und einer Petition von betroffenen Anwohnern, welchen die Gemeinden nun erfüllen können.

Hoffentlich gehts nun voran

Durch die geplante Linienführung erhoffen sich die Gemeinden einen für alle Betroffenen guten Kompromiss gefunden zu haben. Die Gemeinden und der Verein Luzerner Wanderwege erhalten den im Wanderwegrichtplan vorgesehenen seenahen Wanderweg, den Landwirten werden praktisch keine Grundstücke zerschnitten und die Natur soll bestmöglich geschont werden. Geplant ist, dass deutlich mehr als die Hälfte der neuen Wegabschnitte nicht in der Naturschutz-, sondern in der Landschaftsschutzzone verlaufen soll.

Die Idee Seetal, die betroffenen Gemeinden und der Trägerverein hoffen nun, dass die wichtigsten Hürden genommen wurden und der Weg für die Seetaler Bevölkerung in naher Zukunft gebaut wird.

 

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