Das aktuelle Velowegkonzept steht auf rot, glaubt der Kantonsrat. Nun muss die Regierung über die Bücher.  (Bild: bic)
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Das aktuelle Velowegkonzept steht auf rot, glaubt der Kantonsrat. Nun muss die Regierung über die Bücher. (Bild: bic)

Der Luzerner Kantonsrat verlangt ein neues Veloweg-Konzept

2min Lesezeit

Das Luzerner Kantonsparlament überwies am Dienstag ein Postulat der SP, das ein neues Konzept für den Veloverkehr verlangt. Das aktuelle Konzept sei veraltet, so die Begründung. Dank den Stimmen der CVP und den Grünliberalen sezte sich die Linke mit ihrem Anliegen durch.

Das geltende Konzept sei veraltet und bei einer sturen Umsetzung drohten Fehlinvestitionen. Diese Begründung mochte eine Mehrheit im Kantonsrat davon zu überzeugen, dass der Kanton Luzern sein Velokonzept überarbeiten muss. Damit folgt er einem Vorstoss von SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp. 

Fast 25 Jahre alt

Das heutige Velokonzept stammt aus dem Jahr 1994 und wurde 2009 angepasst. Postulantin Yvonne Zemp forderte, dass das Konzept überarbeitet wird. So sollen die neuen und künftigen Bedürfnisse der Bevölkerung aufgenommen werden, so das «SRF Regionaljournal».

Das Velofahren habe heute eine ganz andere Bedeutung als 1994, sowohl im Alltag wie in der Freizeit, so die Begründung. Insgesamt gibt es im Kanton Luzern 415 Kilometer Radrouten. Ein Drittel der geplanten Velowege sind aber bis heute nicht realisiert.

Regierung ist dagegen

Gegen ein neues Konzept war die SVP, namentlich Kantonsrat Daniel Keller: «Es wird nur teuer», wandte er ein. Nicht einigen konnte sich die FDP. Ihr Regierungsrat und Baudirektor Robert Küng hingegen verteidigte das Konzept: «Das Konzept ist intakt. Fehlinvestitionen wurden noch keine getätigt», sagte er.

Der Regierungsrat bestritt in seiner schriftlichen Antwort nicht, dass das E-Bike, aber auch die Siedlungsentwicklung die Rahmenbedingungen verändert hätten. Eine Überarbeitung des Radwegkonzeptes sei aber zu aufwändig. Die gewandelten Ansprüche könnten auch bei der konkreten Planung von Velowegen berücksichtigt werden, so Küng.

Doch sein Appell zeigte wenig Wirkung. Das Parlament überwies das Postulat letztlich mit 62 zu 44 Stimmen.

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