Gemeinsam gegen die Immobilienlobby

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An der GV des Innerschweizer Mieterverbands kamen diverse Themen auf den Tisch. Klar wurde: Der gesunkene Referenzzinssatz wird in den meisten Fällen von den Vermietern nicht an die Mieter weitergegeben.

Der Mieterverband LUZERN NW OW UR blickte an der diesjährigen GV zusammen mit 340 Gästen und Mitgliedern auf ein bewegtes Jahr zurück, schreibt dieser in einer Mitteilung

4‘332 gültige Unterschriften für die Luzerner Volksinitiative «Fair von Anfang an, dank transparenter Vormiete!» reichte der Mieterinnen- und Mieterverband am 17. April 2018 beim Kanton ein und meisterte damit die erste Hürde. In etwa zwei Jahren werde im Gesamtkanton eine Mehrheit für das Anliegen mobilisiert werden müssen, schaut man beim Verband in die Zukunft.

Referenzzinssenkung als Dauerthema

Bei den mietrechtlichen Beratungen überwogen in den vergangenen Monaten Mietzinssenkungsbegehren aufgrund des abermals gesunkenen Referenzzinssatzes. Geschäftsleiter Cyrill Studer Korevaar: «Es ist ärgerlich, dass diese klaren Mieteransprüche in den meisten Fällen von den Vermietern nicht automatisch weitergegeben wurden.»

Mietrechtsabbau in Bundesbern

Diese Beobachtungen passen ins Bild, welches sich bei Michael Töngi in den letzten Monaten verstärkt hat: Der Neo-Nationalrat habe in einem leidenschaftlichen Referat die Machenschaften der Immobilienlobby aufgezeigt, welche das Mietrecht in jüngster Zeit geradezu auszuhöhlen versuchen, so der MV. Der Applaus sei ihm gewiss gewesen, genauso wie nach der einstimmigen Wahl von ihm und dem neuen Kassier Marc Busch in den Vorstand.

Energiegesetz nütze den Mieterinnen und Mietern

Cyrill Studer Korevaar ging auch auf die Kampagne der Gegner des kantonalen Energiegesetzes ein: «Dieselben Kreise, welche sonst nichts für Mieterinnen und Mieter übrighaben, spielen sich nun als deren Retter auf.» Dabei nütze das neue Energiegesetz auch den Mieterinnen und Mietern. Bei den derzeit steigenden Heizölpreisen vor allem, so Korevaar.

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