Patrick Mollet plädiert für Vertrauen in Start-ups. (Bild: mam)
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Patrick Mollet plädiert für Vertrauen in Start-ups. (Bild: mam)

Präsident der Stadtzuger FDP wirft ALG fehlendes Know-how vor

2min Lesezeit

Die Zuger ALG stellte dem Zuger Stadtrat kritische Fragen zum Fall Envion. Dies stösst Patrick Mollet, Präsident der FDP Stadt Zug sauer auf. Er fragt sich unter anderem, weshalb für Blockchain-Unternehmen andere Massstäbe gelten sollten.

Beim Blockchain-Startup Envion haben sich die Gründer und der CEO verkracht und es geht um viel Geld (zentralplus berichtete). Mehr ist noch nicht bekannt. «Dennoch verfallen die Alternativen bereits in Aktionismus und stellen dem Zuger Stadtrat kritische Fragen, obwohl Envion notabene in Baar domiziliert ist», schreibt Patrick Mollet, Präsident der FDP Stadt Zug in einem Leserbrief.
 
«Die Alternativen werfen dem Stadtrat vor, diesen Firmen blindlings Vertrauen zu schenken. Ja hoffentlich hat unsere Politik mal grundsätzlich Vertrauen in Unternehmer», argumentiert Mollet. Es wäre fatal, wenn jedem Start-up mit Misstrauen begegnet würde und es sich dafür rechtfertigen müsste, überhaupt ein Geschäft betreiben zu wollen.
 
Schwarze Schafe gebe es in jeder Branche. Der Fall Sika habe gezeigt, dass Diskussionen um Geld und Macht auch in Traditionsfirmen zu unschönen Streitigkeiten führen könnten. Mollet fragt sich, warum hier für Blockchain-Firmen andere Massstäbe gelten sollten. «Falls bei Envion tatsächlich etwas strafrechtlich Relevantes vorgefallen ist, genügen unsere bestehenden Gesetze.»
 
Dass die Alternativen deshalb infrage stellen, dass die Stadt Bitcoins akzeptiert, zeuge von fehlendem Know-how. Bitcoin und Envion basieren beide auf der Blockchain-Technologie, hätten ansonsten aber wenig miteinander zu tun. «Politiker rufen leider bei jeder Gelegenheit nach Verboten und Regulierung. Lasst uns stattdessen Chancen sehen und Möglichkeiten nutzen», so Mollet.
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