Quellen aus dem kriminellen Milieu speisen die Luzerner Polizei mit Informationen.
  (Bild: fotolia.de)
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Quellen aus dem kriminellen Milieu speisen die Luzerner Polizei mit Informationen.   (Bild: fotolia.de)

Luzerner Polizei arbeitet für Ermittlungen mit Spitzeln zusammen

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Nicht nur die Zürcher Polizei holt sich für die Strafverfolgung im kriminellen Milieu Hilfe bei Insidern – auch die Luzerner Polizei nutzt solche Informanten. Jedoch gbit es keinen Lohn sondern nur Spesenentschädigungen für sogenannten «Quellen». Wie viele Personen den Sicherheitsbeamten zur Hand gehen, ist nicht bekannt.

Die Kantonspolizei Zürich arbeitet für Ermittlungen mit Informanten aus dem kriminellen Milieu zusammen, darüber hat unter anderem der «Landbote» berichtet. Insgesamt führte die Kantonspolizei Zürich 35 Informanten, denen sie für ihre Dienste gesamthaft 17’323 Franken bezahlte. Doch auch in Luzern pflegen die Sicherheitsbeamten den Austausch mit Spitzeln, respektive «Quellen», wie Mediensprecher Urs Wigger auf Nachfrage von zentralplus bestätigt. Wie viele solcher Spitzel für die Polizei Informationen beschaffen, kann Wigger aus polizeitaktischen Gründen nicht sagen.

Auf den grossen Reibach dürfen die Polizeihelfer nicht hoffen: Im Gegensatz zu den Zürcher Kollegen bezahlt der Luzerner Polizei keinen Entschädigung. Hingegen würden vereinzelt kleine Spesenbeträge vergütet.

Keine Deals für Informationen

Die Insider würden im Vergehens- und Verbrechensbereich eingesetzt. Man messe dabei dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz grosse Bedeutung zu. «Die Quellenführung ist eines von mehreren guten Informationsgefässen», sagt Wigger zum Nutzen der Zusammenarbeit. Zu Erfolgszahlen nimmt die Polizei keine Stellung, entsprechende Statistiken würden nicht geführt.

Wer gegenüber der Polizei wichtige Daten liefert, darf laut Wigger nicht auf Strafminderung hoffen: «Nein, das Gesetz sieht solche Deals nicht vor.» Jedoch könne die Polizei im Rahmen von verdeckten Ermittlungen Tarnung und Zusicherung der Anonymität anbieten.

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