Der Zuger Stadtrat ist von den Deutschkursen, die für Menschen mit Migrationshintergrund angeboten werden, überzeugt. (Bild: Symbolbild: zvg)
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Der Zuger Stadtrat ist von den Deutschkursen, die für Menschen mit Migrationshintergrund angeboten werden, überzeugt. (Bild: Symbolbild: zvg)

Zuger Stadtrat ist von Deutschkurs für Migranten überzeugt

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Seit mehr als 12 Jahren bietet die Stadt Zug Deutschkurse für Menschen mit Migrationshintergrund an. Für die Jahre 2019 bis 2022 soll nun ein jährlicher Verpflichtungskredit in Höhe von 145'000 Franken bewilligt werden.

Seit 2000 hat der Zuger Stadtrat die Sozialen Dienste beauftragt, Deutschkurse für Kinder im Vorschulalter sowie Erwachsene anzubieten. 2017 wurden knapp 130'000 Franken benötigt. Für die Jahre 2019 bis 2022 beantragt der Zuger Stadtrat nun einen Kredit von jährlich rund 146'050 Franken.

Integration sei ein dynamischer Prozess, welcher sowohl die schweizerische als auch die ausländische Bevölkerung miteinbeziehen sollte. Und Integration sei dann erfolgreich, wenn Bewohner in der Schweiz – unabhängig von ihrer Herkunft – die gleichen Chancen haben. «Damit dies gelingt, trägt die Stadt Zug mit den seit mehr als zwölf Jahren angebotenen Deutschkursen einen wichtigen Teil zur Integration bei», heisst es in einem Schreiben und Antrag des Departements für Soziales, Umwelt und Sicherheit der Stadt Zug.

Die Stadt Zug hat Dritte beauftragt, die Deutschkurse durchzuführen. Der Stadtrat sei überzeugt, dass eine frühe Deutschförderung vor dem Eintritt in den Kindergarten wichtig sei. Denn Kinder würden spielerisch Sprachen erlernen. Durchschnttlich haben jährlich 88 Kinder pro Jahr einen Deutschkurs besucht. Zudem nehmen durchschnittlich 17 Kinder gemeinsam mit einem Elternteil an einem Kurs teil.

Genauso sei der Stadtrat auch vom Deutschkurs für Erwachsene überzeugt. «Mit den Deutschkursen werden Personen erreicht, die sich sonst kaum getrauen, sich bei einem ‹normalen› Deutschkurs anzumelden.»

Die Kosten für die Kurse werden vollständig von der Stadt getragen.

Im Kanton Zug gibt es kein Gesetz, das sich explizit mit Fragen der sozialen Integration beschäftigt. Eine entsprechende Gesetzesvorlage ist von der Zuger Bevölkerung im Jahr 2013 abgelehnt worden.

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