Das Schulhaus Rönnimoos in Littau wird erweitert. (Bild: Wikimedia)
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Das Schulhaus Rönnimoos in Littau wird erweitert. (Bild: Wikimedia)

Abriss Schulhaus Grenzhof: Politiker fordern «Marschhalt»

2min Lesezeit

Die Stadt Luzern will das Schulhaus Grenzhof abreissen, obwohl dieses eigentlich als schützenswert eingestuft wurde. Politiker fordern den Stadtrat nun zu einer Denkpause sowie einem «Marschhalt» auf. Denn eine umfassende Beurteilung sei nicht möglich, da eine Stellungnahme des kantonalen Denkmalschutzes fehle.

Im Oktober vergangenen Jahres hat der Grosse Stadtrat einen Kredit für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs bewilligt sowie für die Planung eines Bauprojekts für den Ergängungsneubau Schulhaus Rönnimoos, den Neubau der Dreifachturnhalle und die Verlegung des Rasenspielfelds.

Damit verbunden ist auch der Entscheid gefallen, das nahe gelegene Schulhaus Grenzhof nicht mehr weiter zu nutzen, was zwangsläufig den Abbruch des Schulhauses zur Folge hat. Nach wie vor fehlt dazu eine Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege zum geplanten Vorgehen (zentralplus berichtete). Die CVP, FDP und SVP plädierten für einen Abriss (zentralplus berichtete).

Anfangs März fand auf Einladung des Innerschweizer Heimatschutzes eine Begehung statt, bei der «mit Nachdruck» auf die herausragende baukulturelle Bedeutung der Schulanlage und ihrer Umgebung hingewiesen wurde. Vertreter des massgebenden Planerverbände versuchten darauf hinzuweisen, dass ein Abbruch zu einem «schweren Verlust» führe und der Entscheid, dass Gebäude nicht weiter als Schulanlage nutzen zu wollen «aus fachlicher Sicht völlig unverständlich, ja falsch sei».

Boykott angekündigt

Architekten haben zudem angekündigt, den vom Parlament beschlossenen Architekturwettbewerk boykottieren zu wollen.

In einem Postulat vom 5. März, das von Rieska Dommann, Korintha Bärtsch und Mario Stübi eingereicht wurde, heisst es, dass die Unterzeichnenden nun stark verunsichert seien. Zudem habe es die Frage aufgeworfen, ob der Entscheid des Grossen Stadtrats unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse richtig war. Eine umfassende, abschliessende Beurteilung sei schwierig, da die Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege nach wie vor fehle.

Die Unterzeichnenden weisen auf den angekündigten und «voraussichtlich wirksamen» Boykott hin und errachten einen Marschhalt als zwingend erforderlich.

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