So sieht die Visualisierung des Eingangstores Kriens aus. (Bild: screenshot bypasslu.ch)
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So sieht die Visualisierung des Eingangstores Kriens aus. (Bild: screenshot bypasslu.ch)

Bypass: Bund prüft mehrere Dächer statt Tunnel in Kriens

2min Lesezeit

In Kriens ist der Widerstand gegen das Strassenprojekt Bypass gross. Der Bund prüft nun die Idee, den offenen Abschnitt zwischen Schlund- und Sonnenbergtunnel teilweise zu überdachen. Bis im Sommer soll eine Vereinbarung vorliegen.

Wie soll der Abschnitt zwischen dem Schlund- und dem Sonnenbergtunnel in Kriens dereinst gestaltet werden? Das Krienser Komitee «Bypass – so nicht» fordert, dass die Autobahn bis in den Bereich der Arsenalstrasse überdacht wird. Einen längeren Tunnel bis zum bestehnden Anschluss Kriens hat das Bundesamt für Strassen (Astra) als Bauherrin bereits im generellen Projekt aufgenommen. Das Siegerprojekt für die Gestaltung des Portals wurde im Herbst 2017 vorgestellt (zentralplus berichtete).

Für den verbleibenden Abschnitt der offenen Linienführung zwischen diesem neuen Tunnelportal und dem Nordportal des Tunnels Schlund wird zurzeit eine städtebauliche Potenzialanalyse durchgeführt. Sie soll ausloten, wo und in welcher Form städtebaulich aufwertende Massnahmen entlang der A2 möglich sind. Finanziert wird diese Analyse je zu gleichen Teilen durch die Gemeinde Kriens, den Kanton Luzern und das Bundesamt für Strassen.

Punktuelle Überdachungen

Am 28. Februar hat das Astra den Kriensern nun erste Resultate vorgestellt, wie es in einer Mitteilung schreibt. Daraus wird klar, dass punktuelle Überdeckungen im Bereich der Arsenalbrücke und beim Nordportal Tunnel Schlund möglich sind. Konkret geht es um zwei längere Deckel zwischen je rund 70 und 200 Meter lang, berichtet das «Regionaljournal» des Schweizer Radio und Fernsehens.

Die Deckel sollen die angrenzenden Gebiete aufwerten und querende Verbindungen ermöglichen. Solche dürften im Sinn der Gemeinde sein, die sich Massnahmen wünscht, welche die Trennwirkung und den Lärm der Autobahn reduzieren. Finanziert werden könnten die Dächer mit dem Mehrwert, den die angrenzenden Baugebiete dadurch dadurch erhalten. Zu den Kosten werden zurzeit noch keine Angaben gemacht.

Wichtig ist aus Sicht des Bundes, dass sämtliche Massnahmen unabhängig vom Gesamtsystem Bypass sind. Das heisst, die punktuellen Überdachungen könnten vor, während oder nach dem Bau des Bypass-Tunnels erfolgen. Bis zum Sommer 2018 werden die Massnahmen vertiefter geprüft – mit dem Ziel, bis dahin eine Vereinbarung aller Beteiligten zu erzielen.

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