Fünf Jahre lang stand dieses Haus an der Sternmattstrasse 68 leer, 2016 wurde es besetzt. (Bild: lir)
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Fünf Jahre lang stand dieses Haus an der Sternmattstrasse 68 leer, 2016 wurde es besetzt. (Bild: lir)

Luzerner «Stella Matta»-Haus soll nach gut fünf Jahren wieder genutzt werden

2min Lesezeit

Gemäss dem Willlen des verstorbenen Eigentümers hatte das Gebäude an der Sternmattstrasse 68 für immer unbewohnt zu bleiben. Im Juni 2016 besetzte die Gruppe «Stella Matta» das Haus – nun besteht die Möglichkeit, dass das Gebäude endlich wieder genutzt werden kann.

Die Liegenschaft gehört der Margot und Jost Limmacher-Leo Stiftung. Die 2012 verstorbenen Besitzer hatten das Haus der Stiftung vermacht, damit diese das Haus nach ihrem Tod weiter unterhalte. Als Andenken an die Familie soll es laut Testament leer stehen. Dem Stiftungsrat waren lange die Hände gebunden.

2016 besetzte die Gruppe «Stella Matta» das Haus. Die Stiftung reichte Strafanzeige ein, deutete aber auch an, Lösungen zu suchen, um dem Leerstand ein Ende zu bereiten (zentralplus berichtete).

Stiftung änderte Zweck

Das gesamte Terrain von knapp 3000 Quadratmetern wirkt vollkommen verlassen und ist hoch umzäunt. Nun könnte es dort aber bald anders aussehen: Mit dem Einverständnis der kantonalen Aufsichtsbehörde sei es der Stiftung gemäss der «Luzerner Zeitung» gelungen, den Stiftungszweck zu ändern.So sei es nun möglich, Teile des Stiftungsvermögens zu veräussern.

Zum Vermögen der Stiftung gehört neben dem erwähnten Geisterhaus an der Sternmattstrasse 68 eine zweite, ansehnliche Immobile, erstellt direkt nebenan. Baujahr: im Zeitraum der 1990er-Jahre. «Das Ehepaar nutze zweitweise beide Liegenschaften gleichzeitig», wird Stiftungsrat Ineichen zitiert. Damit nicht genug – zur Margot und Jost Limmacher-Leo Stiftung gehört auch ein drittes Gebäude. Ein bewohntes Dreifamilienhaus an der Sternmattstrasse 32 – allerdings «ein Fass ohne Boden.»

Hohe Schuldenlast

Auf der Stiftung würden hohe Schulden lasten, und laufende Verbindlichkeiten das Betriebsergebnis beeinflussen. Ineichen und die anderen Mitglieder des Stiftungsrates mussten handeln. So kam es zur Änderung des Stiftungszwecks – und vielleicht auch bald zum Verkauf und einer neuen Nutzung des «Stella Matta»-Hauses.

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