(Bild: Heinz Steimann / LFK)
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Na? Plagt der Fasnachts-Kater?

4min Lesezeit

Kafi Schnaps, Bier, Holdrio, einen Krummen zwischendurch und dann morgens, wenn die Sonne aufgeht langsam nach Hause torkeln. Die Fasnacht ist super, doch der Tag darauf kann ziemlich weh tun. Doch keine Sorge. zentralplus weiss Rat.

zentralplus hat einige wirklich wirkungsvolle Tipps gegen den Kater gesammelt – von Luzernern, die es wissen müssen. Der Artikel liegt zwar schon eine ganze Weile zurück und war für den Neujahrs-Kater gedacht, doch nützen tun die Tipps bestimmt auch an der Fasnacht 2018.

Die Geheimtipps

Als DJ und stadtbekanntes Mundwerk ist Sam Pirelli nicht selten bis in die frühen Morgenstunden unterwegs. Seine Tipps hält er für sehr konventionell: «Bettruhe, Heizdecke, Katzen – nur schon damit der Kater nicht so allein ist –, Fernsehen am Bett, und vielleicht geduldige Gesellschaft. Dann viel Bouillon – mit steigendem Sherry-Anteil; so wird der Restalkohol angemessen aktiviert, und man ist bald parat für den nächsten Ausgang.»

An das Geheimrezept von Greg Zeder, Geschäftsführer der «Little Jig Agency» und fleissiger Konzertbesucher, sollte man sich auch im schlimmsten Fall noch erinnern können: Die vier «K»: «Kaffee, Kippen, Kopfweh-Tabletten und Konter-Bier». Hört sich an wie der Abend zuvor. Ob’s hilft?

«Man muss den Kater verwirren.»

Thomas Gisler, Booker beim Blue Balls, hat nach Jahren im Nachtleben eine ganz seltsame Taktik entwickelt, doch er schwört auf sie: «Man muss den Kater verwirren. Nach zwei Drittel der gewünschten Schlafenszeit steht man auf und tut das, was man immer nach dem Aufstehen tut. Für den Körper ist das das Startzeichen – er gibt Vollgas. Nach ungefähr 15 Minuten legt man sich wieder hin. Der Kater denkt, der Tag ist um und gibt Ruhe. Nach der vollen Schlafzeit kann man beschwerdefrei aufstehen.» An Fantasie und Selbstdisziplin scheint es Gisler jedenfalls nicht zu mangeln …

Philipp Hüsler von der Bruch Brother’s Bar hält sich an die Klassiker: «Ein Glas Salzwasser vor dem Schlafengehen und zum Frühstück Rollmöpse und eine Bouillonsuppe. Schon sieht die Welt wieder freundlicher aus.» Rollmöpse … würg.

«Und sonst gibt’s noch das Kontertrinken.»

Yuri Bergmanns, der Barkeeper unseres Vertrauens, schwört auf Holländisches Aspirin mit einem halben Liter Wasser. «Dann einen frischen Orangen-Limetten-Zitronen-Saft trinken. Danach gibt’s einen Ristretto mit Zucker und als Abschluss nochmals einen halben Liter Wasser. Hilft immer bei mir. Und sonst gibt’s noch das Kontertrinken.» Wir verneigen uns vor so viel Magen-Standfestigkeit.

Pius Schumacher, Geschäftsführer von Schubi Weine, hält sich ebenfalls an die Klassiker: «Erstmal viel trinken – Stilles Wasser oder Fruchtsäfte. Der Körper braucht vor allem Wasser, um den Alkohol abzubauen. Dann ein deftiges Katerfrühstück mit viel Saft, salzigem Gebäck und salzigen Speisen. Und schliesslich ein Spaziergang an der frischen Luft. Eventuell mit Sonnenbrille.» Definitiv mit Sonnenbrille.

Die Klassiker

Ein bewährtes Mittel gegen Kopfschmerzen ist Espresso mit Zitrone. Die Kombination dämpft das Schmerzempfinden – das haben sogar Wissenschaftler der Uniklinik Freiburg in einer Studie nachgewiesen.

Am Morgen nach der Feier hilft aber auch ein deftiges Frühstück, wie von unseren Experten empfohlen, mit sauren Gurken, Rollmops oder Matjes, Salzgebäck und Bouillon. Säure fördert den Alkoholabbau, Salz ersetzt verlorene Mineralstoffe und scharfe Gewürze regen die Verdauung an.

Bei starken Kopfschmerzen kann auch auf ein Schmerzmittel zurückgegriffen werden. Meistens sind Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure gut geeignet, da sie nicht von der Leber abgebaut werden. Wer allerdings unter Übelkeit leidet, sollte trotz Kater besser keine Schmerzmittel einnehmen und auch beim Essen sparen. Besser eine Bouillon und eine weitere Mütze Schlaf.

Und wer bei allem hier den Kopf schüttelt und die Decke darüber zieht – weniger Trinken wäre auch eine Lösung.

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