Protestaktion der Kulturschaffenden letzten August vor dem KKL.
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Protestaktion der Kulturschaffenden letzten August vor dem KKL.

Film zur Luzerner Sparpolitik kommt zustande

3min Lesezeit

Das Vorhaben war ambitoniert, die Zeit wurde knapp. Nun haben Kulturschaffende das Ziel erreicht: Per Crowdfunding kamen 120'000 Franken für einen Recherchefilm zusammen. Dieser soll die Auswirkungen der kantonalen Tiefsteuerstrategie untersuchen.

Anfang Dezember wurde das Crowdfunding mit einer Aktion vor dem Luzerner Kantonsparlament lanciert – sechs Tage vor Schluss ist das Minimalziel erreicht: 120'000 Franken für einen Dokumentarfilm. «Die Initianten freuen sich ob der entstandenen Bewegung und dem Vertrauen», teilen sie mit. Das eigentliche Ziel sind 150'000 Franken, ob auch das erreicht wird, ist noch offen. Trotzdem ist jetzt sicher: Der Film wird realisiert.

Lanciert hat das Crowdfunding ein «Kollektiv besorgter Bürgerinnen und Bürger», das vorwiegend aus Kulturschaffenden, aber auch Politikern besteht. Der Film soll die politische Entwicklung in der Kantonspolitik und die Auswirkungen der Steuerpolitik in den vergangenen Jahren unter die Lupe nehmen (zentralplus berichtete).

Beitrag an Transparenz

«Die Wenigsten verstehen im Detail, was eine Tiefsteuerstrategie überhaupt ist und warum sie in Luzern bis dato nicht funktioniert. Das liegt an der Komplexität des Themas, wie auch an der Informationspolitik der Regierung», schreiben die Verantwortlichen. Der Film soll die Antworten liefern. «Der Film soll einen Beitrag dazu leisten, Transparenz zu schaffen und Licht in einem Wirrwarr von Informationen und Zahlen zu schaffen», so Mitinitiant Marco Liembd, Leiter der Schüür.

Das Geld soll auf das Konto der IG Kultur Luzern fliessen. Danach soll zuerst eine professionelle Produktionsleitung beauftragt werden, den Betrag über die Kanäle der Film- und Kulturförderung zu verdoppeln. Danach soll eine unabhängige Regie, die nicht im Kanton Luzern lebt und arbeitet und damit von dessen Finanzpolitik nicht betroffen ist, den Film recherchieren und umsetzen. Ein Team soll den Dokumentarfilm rechtzeitig bis zu den Wahlen im Jahr 2019 realisieren.

Trailer zum Film:

 

Die Initianten des Films orchestrierten bereits die Proteste unter dem Namen «#Sichtbarmachung» vor dem Luzerner Theater im vergangenen August (zentralplus berichtete). Auch der Protest, der aus dem Wasser kam, ist das Werk dieser Gruppe (zentralplus berichtete).

Am nächsten Samstag findet im Kleintheater noch ein «Benefiz-Bingo» für den Schlussgang des Crowdfundings statt. Wie viel Geld letztlich definitiv zusammenkommt, weiss man nächsten Montag, wenn das Crowdfunding beendet ist.

Flyer wurden verteilt: «Kulturförderung, du fehlst.»
Flyer wurden verteilt: «Kulturförderung, du fehlst.» (Bild: jwy)

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