Besucher am Zuger Seefest: Wie es aussieht, können sie auch dieses Jahr die Seepromenade bevölkern. (Bild: mbe)
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Besucher am Zuger Seefest: Wie es aussieht, können sie auch dieses Jahr die Seepromenade bevölkern. (Bild: mbe)

Zuger Seefest: Retter in Sicht

4min Lesezeit

Für das Zuger Seefest sah es kürzlich schlecht aus: Weil die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) den Anlass nicht mehr organisieren und durchführen will, stand das Fest vor dem Aus. Nun springen vermutlich neue Organisatorien in die Bresche – die alles andere als unbekannt sind.

Zu wenig rentabel, zu wenig Personal: Nach «reiflicher Überlegung» beschloss der Vorstand der FFZ, das Zuger Seefest ab diesem Jahr nicht mehr zu organisieren und durchzuführen. «Das Zuger Seefest war für uns eine Herzensangelegenheit», sagte FFZ-Präsident Roman Jenny. «Mit diesem Vernunftentscheid» wolle er indes den Verein FFZ langfristig  «auf Kurs halten» (zentralplus berichtete).

Neue Organisatoren gefunden

Es sah so aus, als ob für längere Zeit das letzte Feuerwerk über dem Zugersee zu sehen gewesen wäre. Die Stadt Zug wie auch Zug Tourismus machten klar, dass sie für die Organistation des Festes nicht einspringen würden (zentralplus berichtete). «Vielleicht meldet sich ja noch ein Privater», sagte Stadtrat Urs Raschle zu zentralplus.

Ein Privater ist es nicht geworden – allerdings ein alter Bekannter. Wie die «Zuger Zeitung» (ZZ) berichtet, wollen Daniel Schärer und sein Zug Sports-Team einspringen. «Die Zugerinnen und Zuger haben dieses Fest verdient. Es gehört zu Zug», sagt Schärer zum Blatt. Erfahrung kann Schärer aufweisen: Der Verein Zug Sports organisiert jeweils im August das zweitägige Zug-Sports-Festival (ehemals Boardstock) zwischen dem Landsgemeindeplatz und der Schützenmatt.

Die Stadt Zug will ans Seefest mit dem Feuerwerk künftig mehr zahlen.
Mit Feuerwerk: Im Juni soll laut Daniel Schärer das ganze übliche Programm geboten werden. (Bild: Raphael Good)

Zu den Projekten gehört ausserdem auch das Ägeri on ice. Aufgrund dieser Erfahrungen sei Schärer auch überzeugt, dass sein Verein den Anlass ausrichten kann. «Wir verfügen über genügend Ressourcen, Kontakte und die nötige Motivation, das Seefest zu retten oder ein ähnliches Format zu stemmen.» Dies auch, weil sich der Verein in diesem Jahr verstärkt habe.

Es braucht noch die Zusage der Stadt

Schärer und der Zug Sports Verein wollen ihr Werk möglichst bald angehen – schon dieses Jahr soll das Seefest am gewohnten Datum im Juni durchgeführt werden – inklusive Feuerwerk. «Dass das Fest abgesagt wird, ist keine Option.» Natürlich könne es sein, dass der Anlass in diesem Jahr aufgrund der nun knappen Zeit und ihrer Premiere etwas kleiner ausfalle als gewohnt. «Und wir werden sicher auch auf etwas Hilfe seitens der Stadt, der Wirtschaft, der FFZ als bisheriger Macherin und vielleicht sogar der Bevölkerung angewiesen sein», sagt Schärer.

Bald also könnten die Retter des Zuger Volksfestes an die Arbeiten gehen. Zuerst braucht es allerdings noch die Einwilligung der Stadt. Man stehe bereits in Kontakt mit der Stadt und führe Gespräche. «Wir sind bereit, loszulegen. Wir brauchen nur noch das Go der Stadt.»

Andere Vereine bekunden kein Interesse

Die Organisation des Seefestes soll übrigens keinen Einfluss auf das Zug Sports Festival haben. Auch diesen Event wolle man weiterhin durchführen. «Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe, und die Anlässe sollen sich auch klar unterscheiden», sagt Schärer.

Zug Sports scheint bisher als Organisator konkurrenzlos zu sein. Auf Nachfrage der ZZ gab kein grösserer Verein bekannt, an Organisation und Durchführung des Seefestes interessiert zu sein.

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