Das Werkgelände von V-Zug mit Blick auf den Zugersee. (Bild: zvg)
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Das Werkgelände von V-Zug mit Blick auf den Zugersee. (Bild: zvg)

Zug: Technologiecluster nimmt erste Hürde

2min Lesezeit

Das heutige Produktionsgelände der V-ZUG soll auch in Zukunft die industrielle Heimbasis der Firma sein. Und ausserdem ein verdichtetes futuristisches Quartier mit Wohnungen und ergänzenden Nutzungen werden. Dazu erhält V-Zug eine Art Carte Blanche.

Markus Mathis

Das Industrieunternehmen V-ZUG will die eigene Produktion modernisieren und konzentrieren. Zusätzlich sollen sich weitere produzierende Firmen, Start-ups, Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen und industrienahe Nutzer aus Gewerbe und Dienstleistung auf dem heutigen Industrieareal im Norden der Stadt Zug ansiedeln.

Aus dem abgeschlossenen Areal könnte so bis im Jahr 2040 ein neuer Stadtteil entstehen: Ein offenes, vernetztes und qualitativ hochstehendes städtisches Ökosystem für Innovation und Produktion im Technologiebereich und mit preisgünstigen Wohnungen. Der sogenannte Technologiecluster Zug soll schliesslich Wohn- und Arbeitsraum für rund 400  Bewohner und – je nach Nutzung – 4'000 bis 4'500 Arbeitsplätze umfassen.

«Fühlen uns ein wenig erpresst»

Mit einer Anpassung des Bebauungsplans soll diese Entwicklung ermöglicht werden. Dieser wurde am Dienstag im Zuger Stadtparlament in erster Lesung beraten. 

Speziell am Bebauungsplan ist, dass lediglich die Eckwerte für das künftige Quartier festgelegt werden, es geht nicht um ein konkretes Bauprojekt. Die Gebietsentwicklung will V-Zug dann zusammen mit Metall Zug und der Stadt im Detail vornehmen.

So könnte das Technologiecluster von V-Zug dereinst aussehen.
So könnte das Technologiecluster von V-Zug dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung V-Zug)

Das für einen solch offenen Bebauungsplan nötige Vertrauen in den Investor brachten nicht alle Parlamentarier im gleichen Masse auf. Die alternative Gemeinderätin Tabea Zimmermann zum Beispiel sagte, man fühle sich schon ein wenig erpresst. Frei nach dem Motto «Vöglein friss oder stirb» – weil ja sonst im Hintergrund immer das Schreckgespenst eines Wegzugs von V-Zug droht.

Schliesslich stimmten dann aber alle Fraktionen dem Bebauungsplans im Grunde zu. Letzte Details werden in der zweite Lesung bereinigt. 

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