«Isabelle» kann vorerst nicht weitergraben

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Für den Bau des Energieverbunds Circulago hat sich der Bohrkopf «Isabelle» schon 192 Meter durch den Untergrund der Stadt Zug gegraben – vom Aabachkreisel Richtung Schützenmatt/See. Nun gibt’s einen einwöchigen Stopp, weil sich wiederholt Teile der Ankerseile im Bohrkopf verfangen haben.

Der Bohrkopf «Isabelle» kam bereits im Oktober auf der Achse Aabachkreisel-Schützenmatt nach 74 Metern zum Stillstand. Dies, weil er sich in Stahlseilen verfangen hatte, die noch von einem anderen Bau im Boden waren.

Nun sind trotz umfassender Sondierungsuntersuchungen und einer optimierten Linienführung dem Bohrkopf nach der Wiederaufnahme des Vortriebs weitere Ankerseile in die Quere gekommen, teilt die WWZ mit.

Deshalb haben die Verantwortlichen entschieden, vor der geplanten Unterquerung des SBB-Viadukts einen Reinigungsstopp einzulegen: Ein 2,5 auf 3,5 Meter grosser und 5 Meter tiefer Schacht wird erstellt, um die Spitze des Bohrkopfs freizulegen und das Metall, das sich darin verfangen hat, zu entfernen. Damit werde die genaue Steuerung des Bohrkopfes für den weiteren Grabungsverlauf gewährleistet. Anschliessend soll «Isabelle» den Betrieb wieder aufnehmen.

Der Durchstich im Zielschacht Schützenmatt ist noch für dieses Jahr geplant. Im Bereich des Reinigungsschachts auf Höhe der Kantonalen Strafanstalt wird ein Verkehrsdienst eingesetzt.

Für das Projekt Circulago wird dereinst 400 Meter vor dem Ufer Seewasser gefasst und über eine Leitung zur unterirdischen Seewasserzentrale in der Schützenmatt transportiert. Dort wird die Energie (Temperatur) des Seewassers mittels Wärmetauschern an ein zweites, separates Leitungsnetz übergeben. Über diese Leitung – für deren Bau «Isabelle» im Einsatz ist – wird die Energie in die Quartierzentralen geleitet, wo Wärme mittels Wärmepumpen erzeugt und über ein konventionelles Fernwärmenetz feinverteilt wird.

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