«Lueg häre!» – Mit Videoclips gegen Gewalt

2min Lesezeit

Wo endet die Liebe und wo fängt Gewalt an? Im Rahmen der nationalen Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen sind vom 25. November bis zum 10. Dezember im Grossraum Luzern Videoclips von Jugendlichen zu sehen, die zum Nachdenken anregen. 

«Für mich ist das Thema Gewalt in jungen Liebesbeziehungen sehr wichtig, darum habe ich mich für eine Rolle in den Clips gemeldet», meint die 19-jährige Yasmine Frizlen. Yasmine ist eine von sechs HauptdarstellerInnen, die für die Aktion «Lueg häre!» ausgewählt wurde. Die drei Videoclips in der Länge von 20 bis 70 Sekunden veranschaulichen, wie es in Beziehungen von Jugendlichen zu Gewalt kommen kann. 

Ziel und Botschaft der Aktion «Lueg häre!»

Die Stories basieren auf realen Erlebnisberichten von Agredis, der Fachstelle gegen Männergewalt. «Im Vorfeld erzählten wir den jungen Laienschauspieler beim Casting die wahren Geschichten, die wir so in unserer Arbeit erfahren haben. Für die Dreharbeiten waren dann alle hochmotiviert», meint Thomas Jost, Geschäftsleiter von Agredis. Die Videos haben zum Ziel, junge Luzernerinnen und Luzerner, die Täter oder Opfer von Gewalt in Beziehungen sein könnten, wachzurütteln.

Auch Leute aus deren Umfeld sollen angesprochen werden, in Verdachtsfällen von Gewalt nicht wegzuschauen, sondern mit den Betroffenen oder Spezialisten darüber zu sprechen. Mittels der Videos will die Aktion schliesslich darauf hinweisen, dass Betroffene (ob Täter oder Opfer) in solchen Situationen nie alleine sind und immer professionelle Hilfe besteht.

Nationales Kampagnenfokusthema

Die Aktion «Lueg häre!» orientiert sich am diesjährigen nationalen Kampagnenfokusthema «Gewalt an Mädchen und jungen Frauen». «Für uns als global tätige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit ist es wichtig, sich nicht nur für Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen im Globalen Süden einzusetzen; die nationale 16-Tage-Kampagne bietet uns eine optimale Plattform, sich auch in der Schweiz für dieses wichtige Thema starkzumachen», meint Dani Scherrer, Leiter Kommunikation bei INTERTEAM.

Unterstützt wird die Aktion «Lueg häre!» von diversen Partnern und Berufsbildungszentren aus dem Raum Luzern. Ebenso werden die drei Clips am grössten Gymnasium des Kantons, der Kantonsschule Luzern, während des Kampagnenzeitraums ausgestrahlt. Weitere Partner sind das Frauenfilmfestival – Frauenstark! von IAMANEH in Basel, das Stattkino Luzern oder die Luzerner Verkehrsbetriebe und APG – diese präsentieren den Clip «Die ominöse SMS» während rund zwei Wochen in allen Luzerner Verkehrsbussen.

Der Clip «Die öminöse SMS»:

 

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