Grünliberalen in Ebikon wollen ein Jugendparlament

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Die Grünliberale Partei Ebikon (GLP) möchte die politische Partizipation von Jugendlichen fördern. Zu diesem Zweck hat die GLP in der Kommission für Gesellschaftsfragen einen Vorstoss eingereicht, der den Gemeinderat dazu auffordert, die Einführung eines Jugendparlaments in Ebikon zu prüfen.

Wolfgang Holz

Jugendliche haben in Ebikon keine spezifische Institution, ihre Anliegen in die Politik einzubringen und eigene Projekte zu initiieren, sagen die Ebikoner Grünliberalen. Zwar stehe ihnen der Weg offen, sich in den etablierten Ortsparteien einzubringen. Es sei aber eine Tatsache, dass dies kaum geschehe. «Dies mag damit zu tun haben, dass Politik in Ebikon wenig sichtbar ist, und Jugendliche nicht speziell angesprochen werden. So erstaunt es auch nicht, dass 18-jährige kaum noch an Jungbürgerfeiern teilnehmen», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung.

Das neue Kommissionensystem in Ebikon mit 45 Mandatsträgern ist aber auf viele Personen angewiesen, die sich in die Gemeindepolitik einbringen. Um langfristig genügend Personen zu finden, die sich politisch in Ebikon engagieren, sei es sinnvoll, so die GLP, Jugendliche frühzeitig anzusprechen und ihr Interesse an Politik zu wecken und zu stärken. «Dafür braucht es Institutionen, die ihnen den Zugang zur Politik eröffnen und ihnen Raum für Diskussionen bieten. Eine Möglichkeit dazu ist die Einführung eines Jugendparlaments.»

In der Schweiz existieren rund 70 Jugendparlamente auf kantonaler, regionaler, wie auch auf lokaler Ebene. Diese ermöglichen Jugendlichen im Alter von zwischen 12 und 28 Jahren an politischen Prozessen teilzunehmen, eigene Anliegen einzubringen und Projekte zu initiieren. Die Kompetenzen solcher Jugendparlamente sind unterschiedlich ausgestaltet und können den lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Für den Aufbau eines Jugendparlaments kann auf das Know-how des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (www.dsj.ch) zurückgegriffen werden.

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