Von freien Strassen war an Heiligabend rund um die Mall wohl keine Rede. Auch Inwil ist ein kantonaler Stau-Brennpunkt. (Bild: giw)
Aktuell

Von freien Strassen war an Heiligabend rund um die Mall wohl keine Rede. Auch Inwil ist ein kantonaler Stau-Brennpunkt. (Bild: giw)

So will der Kanton Luzern dem Stau im Rontal beikommen

3min Lesezeit

Mehr Menschen, mehr Autos, mehr Pendler: Der Verkehr in Gemeinden im Osten der Stadt Luzern wird in Zukunft weiter zunehmen. Nun zeigt der Kanton Luzern auf, wie er dem Stau Herr werden will. 

Frühmorgens und nach Feierabend braucht Geduld, wer durch Inwil, Ebikon oder Buchrain fahren muss. Die Rontaler Gemeinden leiden unter dem Verkehr – und dieser dürfte in den nächsten Jahren noch zunehmen. Denn bis 2030 werden gemäss Prognosen sowohl die Bewohnerzahl als die Mobilität um mehr als 30 Prozent wachsen (zentralplus berichtete). 

Diesen Montag hat der Kanton Luzern gemeinsam mit der Gemeinde Ebikon, dem Verkehrsverbund Luzern und und dem Gemeindeverband LuzernPlus fünf aufeinander abgestimmte Projekte präsentiert, um die Mobilität in Luzern Ost zu verbessern.

Neues Gesamtverkehrskonzept

Im Rahmen des Projekts zur Optimierung des Gesamtverkehrs wurde ein Gesamtverkehrskonzept (GVK) erarbeitet, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Mögliche Massnahmen seien beispielsweise eine flächendeckendere Verkehrssteuerung, das Bewirtschaften von Parkplätzen und Erstellen von Mobilitätskonzepten. Auch der Ausbau des Busangebots sowie die Stärkung des Netzes für Fussgänger und Velofahrer gehören dazu. Denn ein beachtlicher Teil des Mehrverkehrs soll über den öffentlichen den Langsamverkehr abgewickelt werden.

Die Kantonsstrasse K17 soll im Abschnitt Einmündung Schlösslistrasse bis zur Weichlenstrasse angepasst und erneuert werden, um den Verkehr besser abzuwickeln. Das Projekt ist bereits im Bauprogramm 2015-2018 enthalten. Die Planung dieses Vorhabens könne jetzt nach Vorliegen des GVK gestartet werden. Wann es umgesetzt wird, entscheidet der Kantonsrat mit dem neuen Bauprogramm 2019-2022.

Kantonsrat entscheidet über Millionenkredite

Auch der öffentliche Verkehr wird gestärkt. Der Bushub Ebikon beim Bahnhof Ebikon wird zur neuen Drehscheibe im öffentlichen Verkehr. Am Bushub können Passagiere künftig schnell und bequem zwischen sechs Buslinien und der S-Bahn-Linie S1 umsteigen. Der Kantonsrat entscheidet Anfang 2018 über die beiden Sonderkredite für die Trolleybus-Verlängerung und zum Bushub Ebikon in der Höhe von 14,5 beziehungsweise 11,9 Millionen Franken.

Auch von der Verlängerung der Linie 1 vom Luzerner Maihofquartier via Ebikon bis zur Mall of Switzerland ab Dezember 2019 verspricht man sich viel. Bereits ab nächster Woche, zum Zeitpunkt der Eröffnung der Mall of Switzerland, verkehrt die Buslinie 23 (Luzern–Ebikon–Fildern/Mall of Switzerland–Gisikon-Root Bahnhof) ganztags neu im 7,5-Minuten-Takt bis Root D4. Die S-Bahn S1 (Sursee–Luzern–Zug–Baar) bedient den Bahnhof Buchrain weiterhin im 30-Minuten-Takt. Eine neu erstellte Passerelle verbindet den Bahnhof direkt mit der Mall.

Das bringt der Fahrplanwechsel

Mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 geht zudem die neue Linie 111 (Ebikon Bahnhof–Fildern/Mall of Switzerland–Inwil Dorf–Waldibrücke Bahnhof) in Betrieb und erschliesst das Seetal mit Inwil und dem Rontal. Auf der Linie 22 (Luzern Bahnhof–Ebikon–Buchrain–Perlen) fährt neu jeder Kurs nach Perlen, womit die Arbeitsplätze in Perlen während der Hauptverkehrszeit alle 15 Minuten mit dem öV erreichbar sind. Ausserdem verkehrt die Linie 110 (Hochdorf‒Eschenbach‒Inwil‒Rotkreuz) zu Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Takt.

Ende 2019, nach Inbetriebnahme des Bushubs Ebikon und der Verlängerung der Linie 1, stehen erneut Veränderungen bevor. Nebst der neuen Tangentiallinie 18 (Ebikon Bahnhof‒Kantonsspital‒Littau Bahnhof) sowie den bestehenden Linien 26 und 111 werden die Linien 22 und 23 zum Bushub Ebikon geführt und dort gewendet. Mittel- bis langfristig verkehrt ab Ebikon neben der S-Bahn S1 (Sursee–Luzern Bahnhof–Zug–Baar) auch alle 30 Minuten ein Regioexpress nach Rotkreuz–Zug–Zürich, womit die Bedeutung des Bushubs Ebikon laut dem Kanton weiter wachsen werde.

x
Ist Ihnen unabhängiger Journalismus etwas wert? Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie zentral+, Beiträge wie diesen zu realisieren.

Ihre Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, müssen Sie auf zentralplus eingeloggt sein.
Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich jetzt und profitieren Sie
von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Mehr News aus Der Region