Kostet die Beratung im Laden bald?

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Der Detailhandel hat es schwer, darum überlegt er sich unkonventionelle Massnahmen. Der Präsident fordert nun gar, für Beratungsgespräche Geld zu verlangen.

Internet, Mall of Switzerland, ausländische Ketten: Die unabhängigen Läden werden immer öfter verdrängt. Speziell in der Stadt Luzern, aber auch auf dem Land kämpft der Detailhandel. «Das Ladensterben ist so akut wie nie», sagt Heinz Bossert, Präsident des Detaillistenverbands Luzern, gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Bossert sieht verschiedene Massnahmen, um dem entgegenzuhalten: Mehr Zusammenarbeit, um Synergien zu nutzen, könne eine Lösung sein. In Sempach eröffnet mit dem neuen «Sempre Frisch und Fein» ein Geschäft, bei dem unter anderem eine Käsereigenossenschaft und eine Metzgerei zusammenarbeiten.

«Es ist schön, dass so unterschiedliche Partner wie Bauern, Gewerbe und ein Metzger gemeinsam für den Erhalt des Standorts kämpfen», sagt Cyrill Faden, Verwaltungsratspräsident der neu gegründeten AG zur LZ.

Man wünscht sich in Sempach, dass noch mehr Läden zusammenarbeiten, um das Zentrum attraktiv und belebt zu halten. Auch in Nebikon und Hergiswil bei Willisau spannen lokale Geschäfte zusammen.

Weil sich viele Kunden in Geschäften beraten lassen, Produkte sogar fotografieren, aber dann im Internet kaufen, sieht Bossert drastische Mittel für die Zukunft: Nehme diese «Unsitte» weiter zu, «werden wir im Fachhandel früher oder später für solche Beratungsgespräche eine Dienstleistungsentschädigung verlangen müssen», so Bossert zur LZ. Dies könne beispielsweise nach 15 Minuten Beratungszeit der Fall sein.

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