Idyllisch, aber bald unerreichbar, zumindest mit dem Postauto: das Dorf Ebersecken. (Bild: zvg)
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Idyllisch, aber bald unerreichbar, zumindest mit dem Postauto: das Dorf Ebersecken. (Bild: zvg)

Fahrplanwechsel: Ein Dorf wird abgehängt

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Wer nach Ebersecken im Luzerner Hinterland will, ist bald auf ein Auto angewiesen. Die bisherige Postautolinie, die das Dorf erschliesst, fährt ab Dezember einen neuen Kurs. Damit ist Ebersecken nicht mehr an den öffentlichen Verkehr angeschlossen – vorübergehend.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird Ebersecken vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten. Das Dorf im Luzerner Hinterland ist bisher mit der Postautolinie 91 erschlossen worden. Doch in Zukunft fährt das Postauto nicht mehr von Dagmersellen über Nebikon und Schötz nach Ebersecken, sondern von Schötz weiter nach Alberswil und Ettiswil. Dies, um die Anschlüsse für neue Verbindungen zu gewährleisten, berichtet die Zeitung «Luzerner Nachrichten».

Wer in Ebersecken wohnt oder dorthin will, ist also in Zukunft auf ein Auto angewiesen. Das betrifft besonders die Schülerinnen und Schüler, die in Nebikon die Oberstufe besuchen. Für ihren Transport ist die Gemeinde zuständig. Diese hat nun verschiedene Varianten geprüft, wie der Gemeindepräsident Thomas Roos gegenüber der Zeitung ausführt. Der Entscheid fiel auf die Lösung Elterntaxi: Die Gemeinde entschädigt die Eltern dafür, dass sie selber einen Fahrdienst auf die Beine stellen und betreiben. 

Ewig auf dem Abstellgleis bleibt Ebersecken aber nicht. Voraussichtlich ab 2019 wird nämlich die neue Linie 275 ihren Betrieb aufnehmen und die Strecke Ebersecken–Schötz–Nebikon/Ettiswil abdecken, wie der Verkehrsverbund Luzern festhält. In zwei Jahren wird das Dorf also wieder an die ÖV-Aussenwelt angeschlossen.

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