Sieht schön aus: Interieur von Nylon 7 an der Stelle der früheren Viscosi-Kantine. (Bild: zvg/Heinz Dahinden)
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Sieht schön aus: Interieur von Nylon 7 an der Stelle der früheren Viscosi-Kantine. (Bild: zvg/Heinz Dahinden)

IG Arbeit eröffnet Lokal in der ehemaligen Viscosuisse-Kantine

3min Lesezeit

20 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen schafft die Luzerner IG Arbeit in der neuen Beiz Nylon 7. Dafür expandiert erstmals über die Stadtgrenzen hinaus und zieht in die Viscosistadt.

15 Jahre lang war die ehemalige Viscosuisse-Kantine geschlossen. In den geschichtsträchtigen Räumen der Viscosistadt öffnet nun mit Nylon 7 eine nicht alltägliche Kantine mit industriellem Charme und knapp 280 Sitzplätzen. «Es freut uns, dass wir als soziales Unternehmen und mit einem innovativen Betriebskonzept den Zuschlag erhalten haben», wird Marc Pfister, Geschäftsführer der IG Arbeit in einer Mitteilung zitiert.

Frisch und erschwinglich

«Nylon 7» bietet laut Communiqué wochentags frisches, gesundes und günstiges Essen – «für alle, die in Emmenbrücke leben, arbeiten, studieren oder zu Besuch sind». Mittags stehen jeweils zwei Menüs und eine Tagesspezialität auf dem Programm. Gekocht und produziert werde frisch, regional und saisonal. Abends und an Wochenenden können die Räume als Eventlokal für Bankette, Seminare, kulturelle Veranstaltungen für 20 bis 280 Personen gemietet werden.

Jobs für 35 Mitarbeiter

«Nylon 7» ist auch ein soziales Projekt und schafft über 20 attraktive Arbeitsplätze für bis zu 35 Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung und für Sozialhilfebezüger. Diese Menschen werden laut IG Arbeit im produktiven Arbeitsumfeld gezielt gefördert, sodass eine erfolgreiche Arbeitsintegration gewährleistet sei. Das Ziel ist, im ersten Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen. Ergänzt wird «Nylon 7» mit dem bereits etablierten, leistungsstarken Catering.

Das neue Lokal der IG Arbeit schafft 20 Arbeitsplätze für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung und für Sozialhilfebezüger.
Das neue Lokal der IG Arbeit schafft 20 Arbeitsplätze für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung und für Sozialhilfebezüger. (Bild: zvg/Heinz Dahinden)

Die IG Arbeit ist offizieller Caterer auf dem Gelände der Viscosistadt AG und Gastronomiepartner der Hochschule Luzern – Design + Kunst. In der Viscosistadt schafft sie zum ersten Mal Arbeitsplätze ausserhalb der Stadt Luzern. Sie will sich langfristig in Emmenbrücke auf dem Areal der Viscosistadt etablieren und an der Entwicklung dieses neuen Stadtteils mitbeteiligt sein. 

Name mit Geschichte

Die IG Arbeit wollte beim Umbau den Charme der Industriezeit behalten. Wo möglich sei versucht worden, alte Elemente zu erhalten, wie etwa die Originaldecken, das Wandbild und die charakteristischen Kugellampen. Die Küche hingegen wurde fast komplett ausgewechselt und modernisiert. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2,5 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgte ohne Beteiligung der öffentlichen Hand – mit Eigenmitteln und Krediten.

Der Name des Betriebs nimmt die industrielle Vergangenheit seines Standorts auf. Auf dem Gelände der heutigen Viscosistadt wurde während Jahrzehnten das so- genannte «Nylon 6» produziert. Das ehemalige Restaurant Emmenbaum war damals Treffpunkt der Viscosuisse-Arbeiter für das Feierabendbier und hatte den Übernahmen «Nylon 7».

Blick ins neue Restaurant «Nylon 7».
Blick ins neue Restaurant «Nylon 7». (Bild: zvg/Heinz Dahinden)

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