Soll dereinst Platz bieten für 30 Klassen: das geplante neue Primarschulhaus Staffeln (Visualisierung: nightnurse images, Zürich).
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Soll dereinst Platz bieten für 30 Klassen: das geplante neue Primarschulhaus Staffeln (Visualisierung: nightnurse images, Zürich).

53 Millionen Franken für eines der grössten Schulhäuser

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Es wird eines der grössten Schulhäuser des Landes: das geplante neue Primarschulhaus Staffeln. Der Luzerner Stadtrat beantragt für den Neubau einen Kredit von 53,7 Millionen Franken. Und er weiss auch schon, wie sich die Kinder – trotz der Grösse des Gebäudes – nicht verloren fühlen sollen.

Littau und Reussbühl wachsen rasant. In den beiden Stadtteilen entstehen in den nächsten acht bis zehn Jahren laut der Stadt mindestens 1600 neue Wohnungen.

Der Luzerner Stadtrat will deshalb das Schulhaus Staffeln, das den heutigen Anforderungen nicht mehr genüge, neu bauen. Er beantragt dafür einen Kredit von 53,7 Millionen Franken, teilt die Stadt mit. Künftig soll es nicht mehr als Oberstufenzentrum, sondern als Primarschulhaus geführt werden.

Volksabstimmung im November

Das Stadtparlament wird am 21. September über das Projekt entscheiden. Das letzte Wort hat allerdings die Stimmbevölkerung, die am 26. November an die Urne gebeten wird. Stimmen beide zu, sollen die Bauarbeiten nächstes Jahr starten. Geplant ist, das neue Schulhaus Staffeln nach rund zweijähriger Bauzeit im Sommer 2020 zu beziehen.

Realisiert werden soll das Projekt von zwei Zürcher Büros, der Blättler Dafflon Architekten AG und der Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG. Sie sind im Mai 2016 als Sieger eines offenen Projektwettbewerbs für Architekten und Landschaftsarchitekten hervorgegangen.

Ihr Projekt sieht drei strahlenförmig angeordnete und unterschiedlich hohe und grosse Gebäude vor, in denen die Schulräume, Kindergärten, eine Aula, Räume für die schulergänzende Betreuung und eine Dreifachturnhalle untergebracht werden. Das Schulhaus Staffeln soll in einer ersten Etappe für 24 Klassen und zwei Kindergärten gebaut und in einer zweiten Etappe auf eine Kapazität von 30 Klassen und vier Kindergärten erweitert werden. Mit diesen Dimensionen gehört es schweizweit zu den grössten Schulhäusern.

Sechs «kleine» Schulen

Damit sich die Kinder in diesem Riesenbau trotzdem wohlfühlen, sollen sechs «kleine Schulen» im Schulhaus gebildet werden. Eine solche «kleine» Schule besteht aus vier Klassenzimmern, zwei Gruppenräumen, einer gemeinsamen bespielbaren Mitte und einem Arbeitsraum für die Lehrpersonen. Der Stadtrat ist gemäss Mitteilung überzeugt, dass ein kindergerechtes Primarschulhaus entsteht, welches das Quartier positiv prägen werde.

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