Schon 10'000 Voten für Luzerner Museen

2min Lesezeit

Über 10'000 Personen sind innert einer Woche dem Aufruf «SOS Museen» gefolgt. Sie wehren sich gegen die angedrohte Schliessung von Natur- und Historischem Museum. Darunter sind namhafte Personen und Verbände.

Am 17. Juli wurde die Protestaktion «SOS Museen» gegen die drohende Schliessung des Natur-Museums und des Historischen Museums Luzern lanciert (zentralplus berichtete). Eine Woche später haben bereits 10'000 Personen auf sos-museen.ch unterschrieben.

Sie wehren sich gegen das Vorhaben der Luzerner Regierung, im Falle eines Festhaltens an der Schuldenbremse, die beiden Museen wegzusparen. Der Kantonsrat entscheidet in der Septembersession über die Lockerung der Schuldenbremse.

Die grosse Mehrheit der 10'000 Unterschriften stammt aus dem Kanton Luzern. Doch dem Protest hätten sich auch besorgte Stimmen aus Museums- und Wissenschaftskreisen aus der übrigen Schweiz und dem Ausland angeschlossen, teilen die Initianten mit.

«Dies sind klare, demokratische Signale der Bevölkerung an die politischen Gremien», schreiben Marcus Wüest, Präsident Verein des Historischen Museums Luzern und Hans R. Boesch, Präsident Verein Freunde des Natur-Museums Luzern.

Die Aktion wird von viel Prominenz (etwa Emil Steinberger oder Thomas Bucheli), lokalen Verbänden (IG Kultur Luzern oder Archäologischer Verein Luzern) und zudem von Institutionen wie dem Verband der Museen der Schweiz oder der UNESCO Biosphäre Entlebuch unterstützt.

So hält etwa Theo Schnider, Direktor UNESCO Biosphäre Entlebuch, fest: «Das Naturmuseum Luzern bildet eine wichtige Brücke zwischen dem einzigen Luzerner Naturpark Entlebuch und der städtischen Bevölkerung. Es leistet einen nicht zu unterschätzenden Bildungsbeitrag und unterstreicht damit, dass es nur eine Sache gibt, die teurer ist, als Bildung: Keine Bildung.»

Die Unterschriftensammlung läuft derweil weiter.

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