Gemeinsames Briefe-schreiben verbindet. (Bild: zvg.)
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Gemeinsames Briefe-schreiben verbindet. (Bild: zvg.)

Reto Wyss erhält 86 Trauerschreiben

2min Lesezeit

Die Kulturförderung in Luzern liegt auf dem Totenbett. Die Luzerner Kulturschaffenden schreiben deswegen, wohlerzogen wie sie sind, 86 Trauerbriefe an den zuständigen Regierungsrat. Und das soll noch nicht alles sein.

Luzerner Kulturschaffende sind in tiefer Trauer: Die Kulturförderung ist tot. Oder jedenfalls so gut wie, fürchtet die Luzerner Kulturszene. Denn aufgrund der angekündigten Sparmassnahmen des Kantons könnten die Fördergelder bald versiegen (zentralplus berichtete). Das gefällt natürlich nicht allen. Doch was soll man tun?

Das, was man immer tut, wenn jemand gestorben ist oder im Begriff ist zu sterben: Man setzt sich hin und schreibt ein paar Worte in tiefster Anteilnahme an die Trauergemeinde. Genau das taten die Luzerner Kulturschaffenden in den letzten Tagen: Am Freitag landeten ganze 86 Kondolenzschreiben im Briefkasten des Luzerner Kulturvorstehers Reto Wyss. Und mehr werden folgen.

Denn die Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Bis Ende Sommer soll der städtische Briefkasten vor Kummer-Bezeugnissen und papierener Anteilnahme überquellen, fordert das Gelbe Haus in einem Mail. Dazu liefert es auch gleich die passende Vorlage.

Die Trauerkarte für die Luzerner Kultur.
Die Trauerkarte für die Luzerner Kultur. (Bild: zvg.)

Auch Geld wird mitgeschickt

Die Innenseite der Karte soll für persönliche Worte, Mitteilungen und Anliegen, Wünsche oder Beileidsbekundungen aller Art genützt werden, schreiben die Aktivisten. Dann soll man die Karte natürlich unterschreiben, so wie es sich auch gehört. Plus – und darauf legen die Initianten wert – soll man dem Schreiben zehn Franken beilegen. Den Absender solle man hingegen weglassen, damit die Briefe nicht ungeöffnet retourniert werden können. Abschliessend untenstehende Adresse drauf und ab zum Briefkasten.

Reto Wyss
Bildungs- und Kulturdepartement

Bahnhofstrasse 18
6002 Luzern

Eine gute Aktion, oder eher nicht? Entscheiden Sie selber. Die Beispiele in der Bildergalerie wirken jedenfalls inspirierend.

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