Städtische Vision am Seetalplatz wird konkret

4 Hochhäuser, 1’800 Arbeitsplätze und 450 Wohnungen

So sehen die Modellaufnahmen am Seetalplatz aus.

(Bild: zvg)

Es ist definitiv: Die vier Bebauungspläne für den Seetalplatz sind rechtskräftig. Damit geht eine langjährige Planung erfolgreich zu Ende. Die konkrete Umsetzung einzelner Bauvorhaben kann starten. Der Gemeinde Emmen ist es wichtig, dass ein neuer Ortsteil mit hoher Lebensqualität entsteht.

Die vier Bebauungspläne für den Seetalplatz sind rechtskräftig. Mit Entscheid vom 2. Mai 2017 hat der Regierungsrat die vier Bebauungspläne am Seetalplatz in Emmen genehmigt. Nach Ablauf der Beschwerdepflicht ist der Entscheid nun rechtskräftig, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Emmen. Somit haben Grundeigentümer, Investoren und die Behörden, die rund um den Seetalplatz seit 2010 ein städtisches Zentrum planen, Rechtssicherheit. Für die Gemeinde Emmen, kantonale Stellen und die beteiligten Planer geht eine langjährige Planungsarbeit erfolgreich zu Ende. «Es ist bemerkenswert, dass vier Bebauungspläne mit einem solchen Volumen gleichzeitig bewilligt wurden. Das war nur durch die gute Vorbereitungs- und Planungsarbeit aller Beteiligten möglich», betont Ulrich Freyenmuth, Gebietsmanager LuzernNord.

Was 2005 mit der Hochwasserkatastrophe und einem Verkehrsprojekt seinen Anstoss hatte, wurde planerisch ab 2010 mit einem Masterplan und einem Leitbild fortgeführt. Der Emmer Baudirektor Josef Schmidli erklärt: «Nun wird in den nächsten Jahre die Vision von einem neuen städtischen Zentrum am Seetalplatz konkret.» Derweil wird das Hochwasserschutz- und Strassenprojekt am Seetalplatz bereits bis Ende 2018 fertiggestellt.

Qualität entsteht erst mit dem fertigen Gebäude

Gemäss den bewilligten Bebauungsplänen können auf dem Gemeindegebiet von Emmen in den nächsten Jahren rund 1’800 Arbeitsplätze und rund 450 Wohnungen entstehen. In den Bebauungsplänen und den dazugehörigen Sonderbauvorschriften sind die Nutzungen, die zulässigen Volumen und Höhen, die Aussenbereiche sowie die Erschliessung festgelegt. Die Gebäude werden mehrheitlich fünf Geschosse aufweisen, gekrönt von vier zehn- bis elfgeschossigen Hochhäusern, die den Seetalplatz und den neuen Bahnhofplatz städtebaulich einrahmen und ihm ein neues Gesicht geben werden.

So sehen die Pläne am Seetalplatz aus.

So sehen die Pläne am Seetalplatz aus.

Zulässig sind Wohnungen, Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote. Welche Lebensqualität und welcher Mehrwert für die ganze Gemeinde am Seetalplatz entstehen werden, darüber entscheidet die Umsetzung der Bebauungspläne. «Wie gut der neue Ortsteil dereinst funktioniert, mit Leben gefüllt, von der Bevölkerung angenommen wird – und letztlich rentiert –  ist abhängig von der Qualität der einzelnen Bauten und Freiräume», betont Thomas Stadelmann, der das Departement Hochbau und Planung leitet. «Wir wollen nicht nur zusehen, sondern auch Verantwortung für die bauliche Qualität übernehmen.» Dem Anspruch der Gemeinde an den künftigen Ortsteil kommt deshalb entgegen, dass die städtebauliche und architektonische Qualität gemäss den Sonderbauvorschriften jeweils im Rahmen von Wettbewerben erarbeitet werden muss.

Grundstein am Bahnhofplatz ist gesetzt

Mit der Eröffnung des neuen Bahnhofplatzes und der Wartedächer im Dezember 2016 wurde der bauliche Grundstein für die Entwicklung am Seetalplatz bereits gesetzt. Josef Schmidli sagt: «Wir haben den ersten Meilenstein erreicht, jetzt geht es in die Höhe.» Die Gebäude auf den vier Baufeldern befinden sich in unterschiedlichen planerischen Stadien.

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