Das LUKS, im Hintergrund der Pilatus. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)
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Das LUKS, im Hintergrund der Pilatus. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Luzerner Kantonsspital kauft definitiv Softwarelösung aus den USA

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Jetzt sind die 66 Millionen Franken investiert. Das Luzerner Kantonsspital hat den Vertrag für ein neues Klinikinformationssystem mit der Firma Epic aus den USA unterschrieben. Die Vergabe hatte viel Staub augewirbelt und das Kantonsgericht beschäftigt.

Laut einer Mitteilung hat das Luzerner Kantonsspital (LUKS) am 14. Juni den Vertrag mit der Firma Epic aus den USA unterschrieben. Epic hatte 2015 bei der Evaluation mit seinem gemäss Communiqué «umfassenden und zukunftsweisenden» Klinikinformationssystem (KIS) den Spitalrat und die Geschäftsleitung überzeugt und den Zuschlag für die 66 Millionen Franken teure Ausschreibung erhalten.

Das neue KIS modernisiere den Spitalalltag am LUKS für Mitarbeitende, Patienten und zuweisende Ärzte, hiess es im Schreiben weiter. Die Kommunikation und der Datenaustausch würden vereinfacht und die ausgefeilte integrierte Softwarelösung fördert die Behandlungsqualität sowie die Patientensicherheit. Einmal erfasst, könnten alle Mitarbeitenden jederzeit und überall auf die für die Behandlung relevanten Informationen ihrer Patienten zugreifen. Geplant ist, mit der Implementierung des neuen KIS im Sommer 2017 zu starten und dieses im Herbst 2019 in Betrieb zu nehmen.

Franz Grüter: «Skandal»

Um die Auftragsvergabe war ein Rechtsstreit entbrannt. (zentralplus berichtete). Der günstigste Anbieter – der das KIS für acht Millionen Franken liefern wollte–, klagte und wollte vor Gericht den Auftrag zugeschanzt bekommen. Das Kantonsgericht entschied im vergangenen Sommer aber anders.

Dennoch blieb die Vergabe umstritten. Der Luzerner SVP-Nationalrat und IT-Unternehmer Franz Grüter bezeichnete die Vergabe als «Skandal». Die meisten Bieter hatten IT-Systeme zwischen acht und 26 Millionen Franken offeriert, entschieden hat man sich aber für die 66-Millionen-Franken-Lösung. LUKS-Spitaldirektor Benno Fuchs bezeichnete dies als das «wirtschaftlich günstigsten Angebot, das heisst jenes mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis».

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) nennt sich grösstes Zentrumsspital der Schweiz. Es umfasst Standorte in Luzern, Sursee und Wolhusen sowie die Luzerner Höhenklinik Montana. Rund 7000 Mitarbeitende sorgen für das Wohl der Patienten. Das LUKS verfügt über 870 Akutbetten und versorgt ein Einzugsgebiet mit rund 700'000 Einwohnern. Es behandelt jährlich über 43'000 stationäre Patientinnen und Patienten und zählt über 600'000 ambulante Patientenkontakte.

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