Andere Prioritäten: SBB lässt Luzerner Pendler im Stich

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Die Zentralschweiz wird von der SBB ignoriert: Obwohl die Strecke Luzern–Zürich überlastet ist, kommen die neuen Züge «Twindexx» mit höherer Kapazität erst in fünf Jahren. Andere Regionen haben bei der Bundesbahn höhere Priorität.

In diesem Jahr werden die neuen Doppelstockzüge «Twindexx» von Bombardier im Fernverkehr zum Einsatz kommen sollen. Dies, nachdem sich die Auslieferung um drei Jahre verzögert hatte. Auch die Strecke Luzern–Zug–Zürich, die höchstfrequentierte Pendlerstrecke der Zentralschweiz, hätte ab 2019 in den Genuss der neuen Züge mit höherer Kapazität kommen sollen. Die «Twindexx»-Züge verfügen über rund 28 Prozent mehr Sitzplätze. Doch jetzt kommt der Dämpfer: Dieses Vorhaben wird nach hinten geschoben, nochmals um sicher zwei Jahre. Dies berichtet die «Luzerner Zeitung» am Donnerstag. Bis die überlastete Strecke ausgebaut wird, dauert es noch rund fünf Jahre – also bis Ende 2021. 

Bisher ging man sowohl bei der Zuger wie der Luzerner Regierung davon aus, dass die neuen Züge im Dezember 2019 eingesetzt werden. Dies sei in Absprache mit den SBB so vereinbart. Jetzt kommen die «Twindexx» also zwei Jahre später. Die Kantone wurden darüber aber nicht informiert. Sie zeigten sich entsprechend enttäuscht gegenüber der «LZ».

Die SBB begründen den Entscheid damit, dass man aufgrund der Fahrplanstabilität auf anderen Strecken ausserhalb der Zentralschweiz dringender auf die neuen Züge angewiesen sei. Die Zentralschweiz zieht also den Kürzeren. 

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