Wo niemand ist, gibts für Einbrecher auch nichts zu holen. Ein typischer Zuger Briefkasten. (Bild: Archiv)
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Wo niemand ist, gibts für Einbrecher auch nichts zu holen. Ein typischer Zuger Briefkasten. (Bild: Archiv)

Zuger Polizei warnt vor Einbrechern «auf Klingeltour»

2min Lesezeit

In den letzten Tagen haben unbekannte Personen in verschiedenen Zuger Gemeinden an Wohnungstüren geklingelt. Lässt sie jemand hinein, fragen sie nach Personen. Reagiert niemand, versuchten sie sie sogar ins Haus einzubrechen.

«Die Klingelmasche ist nicht neu und kommt immer wieder vor», sagt Sandra Peier von der Zuger Polizei auf Anfrage. Ende Februar ging den Ordnungshütern dank des genauen Signalements eines Bürgers ein potentieller Einbrecher ins Netz. Der 37-jährige Türke hatte sich unverfroren am Türschloss des Wohnungsmieters zu schaffen gemacht, der zuhause war (zentralplus berichtete).

Die Masche ist immer dieselbe: Mit Klingeln wollten die Einbrecher überprufen, ob die Bewohner zu Hause sind oder nicht. Öffne jemand die Tür, erkundigten sich die fremden Leute nach einer Person, nennen einen willkürlichen Namen oder wollen eine frei erfundene Dienstleistung ausführen. «Sie fragen zum Beispiel ob der Hans da ist, obwohl es gar keine Person mit dem Namen in diesem Haus gibt», so Peier.

Einbruchversuche in Häuser

Gleich im Anschluss entfernten sie sich sehr schnell von der Örtlichkeit. Reagiert niemand, versuchen die Täter in das Objekt einzubrechen.

Das Problem in Mehrfamilienhäusern sei oft, dass jemand den Türöffner betätige und nachher niemand nachschaue, wer da eigentlich ins Haus gekommen sei. «In dieser Zeit kann es zu Kellereinbrüchen kommen oder die Unbekannten machen sich an einer Wohnungstüre zu schaffen.»

Tipps der Polizei, um sich zu schützen

- Wenn Unbekannte vor der Tür stehen gar nicht öffnen

- Damit aber nicht der Eindruck entsteht, es sei niemand zu Hause, kann man durch die geschlossene Türe, per Gegensprechanlage oder durchs Fenster signalisieren, dass jemand zu Hause ist, aber kein Besuch gewünscht wird

- Hausbewohner sollten keine fremden Personen ins Treppenhaus lassen. Auf ein Klingeln hin genau überprüfen, wer ins Haus will, bevor der Türöffner betätigt wird

- Nicht zögern, den Polizeinotruf 117 zu wählen und niemals selber eingreifen. Autonummer-, -marke und -farbe sowie Signalement der Personen notieren

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