Kantonsräte fordern alte Zugstrecke zurück

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14 Zuger Kantonsparlamentarier wollen eine stillgelegte Zugstrecke wieder reaktivieren. Ein neues Gleis zwischen Cham und Steinhausen würde eine «zukunftsweisende Alternativverbindung» auf der Achse Luzern–Zürich bringen, sind die Politiker überzeugt.

Zwischen Cham und Steinhausen sind zwischen 1864 und 1790 schon einmal direkte Züge gefahren – nachher wurde die Strecke zurückgebaut. 14 Kantonsparlamentarier wollen die alte Strecke nun zurückhaben und haben ein Postulat eingereicht, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» schreibt.

Die Kantonsräte, grösstenteils aus den Gemeinden Cham und Steinhausen, verlangen vom Regierungsrat, dass er sich für den Neubau und die Wiederinbetriebnahme der Bahnverbindung zwischen Cham und Steinhausen einsetzt.

Damit wollen sie das Nadelöhr Zimmerbergtunnel entlasten – denn zu diesem Thema seien schon viele Vorstösse eingereicht worden. Die 14 Parlamentarier fürchten einen Verkehrskollaps und Folgeschäden für die Wirtschaft, deshalb fordern sie ein neues Gleis als Alternative. Dieses wäre nur etwa 1300 Meter lang und würde die Lücke zwischen dem Alpenblick und dem bestehenden Gleis zwischen Zug und Steinhausen schliessen.

CVP-Kantonsrat Jean-Luc Mösch hat den Vorstoss initiiert und sagt gegenüber der Zeitung: «Es geht primär darum, zum letztmöglichen Zeitpunkt – also fünf vor zwölf – das Thema aufs Tapet zu bringen und den wichtigen Denkanstoss zu geben.»

Es würde eine neue Verbindung auf der Achse Luzern–Zürich via Steinhausen–Cham schaffen. Diese würde über das Säuliamt führen und den Kanton Zug noch näher an den Kanton Zürich anbinden.

Profitieren würden, so die Kantonsräte, die Wirtschaftsregion ­Zürich Limmattal und damit Alt­stetten, Schlieren und Urdorf. Sie würde direkt verbunden mit den Wirtschaftsregionen Ennetsee und Luzern.

Laut dem Vorstoss könnte das Gebiet Städtler Allmend und die Kollermühle perfekt erschlossen werden. Die betroffenen Strassen und auch der Bahnhof Zug und das Nadelöhr zwischen Baar und Horgen würden entlastet. «Für Zug-West und Steinhausen wäre es ein Glücksfall, wenn wir die Verbindung wieder hätten und für die Hochschule in Rotkreuz brächte es eine Wertsteigerung», glaubt Mösch. Seiner Ansicht nach ist der Neubau schnell und günstig, auch dass das geplante Gleis in einer Naturschutzzone liegen würde, sei kein Hindernis.

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