Die drei Hundezonen der Stadt Luzern Allmend, Tribschenhorn und Churchill Quai. (Bild: zvg)
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Die drei Hundezonen der Stadt Luzern Allmend, Tribschenhorn und Churchill Quai. (Bild: zvg)

Luzerner CVP sorgt sich um Hundetourismus

3min Lesezeit

Die Stadt plant zur bestehenden zwei zusätzliche Hundewiesen. Das sorgt für kritische Fragen der CVP-Fraktion im Parlament. Es geht um Hundetourismus, Leinenpflicht und unberechenbare Hunde.

Am Freitag informierte die Stadt Luzern: Noch dieses Jahr entstehen zwei zusätzliche Hundezonen am Churchill-Quai und beim Wagnermuseum. Die Aufhebung der Leinenpflicht an den beiden Standorten läuft als zweijähriges Pilotprojekt (zentralplus berichtete). Somit schafft die Stadt Klarheit im schwelenden Hundestreit.

Der Entscheid ruft sogleich Politiker auf den Plan. Zur Freilaufzone auf dem Churchillquai hat Stadtparlamentarier Michael Zeier-Rast namens der CVP-Fraktion ein paar Fragen – und sie fügen an, dass sie grundsätzlich nichts gegen Hunde hätten und teilweise sogar mit Hunden aufgewachsen seien.

Michael Zeier-Rast will vom Stadtrat wissen:

  1. Auf Grund welches Antrages wurde dieses Vorhaben angegangen?
  2. Welche rechtlichen Grundlagen ermöglichen es nach Ansicht des Stadtrates, in diesem Bereich eine Hundewiese einzurichten? Denn beim Churchill-Quai handle es sich um eine öffentliche Parkanlage mit Leinenpflicht.
  3. Welche Personen befanden sich in der Arbeitsgruppe, die dieses Projekt zuhanden des Stadtrates vorbereitet hat?
  4. Verfügte diese Gruppe über einen oder mehrere Hundeexperten? Falls ja, über welche fachliche Qualifikation verfügen diese Personen?
  5. Der Churchill-Quai ist ein unmittelbares Naherholungsgebiet, insbesondere für die Bewohner der angrenzenden Überbauungen. Wie wurden die Anwohner in dieses Projekt mit einbezogen? Welche Haltung haben die Anwohner und wie wurde auf allfällige Bedenken der Direktbetroffenen eingegangen?
  6. Für welche Hundebesitzer wäre diese Wiese als Tummelplatz ihrer Hunde gedacht? Was sieht der Stadtrat für Massnahmen vor, um einen Hundetourismus aus anderen Gemeinden zu verhindern?
  7. Wurden allfällige Alternativen zu einer Hundewiese an diesem Standort geprüft? Falls nein, warum nicht? Falls ja, welche, und warum wurden sie nicht als Standort gewählt?
  8. Freilaufende Hunde können Personen verängstigen, die diesen Erholungsraum zum Spielen, Spazieren oder Joggen verwenden. Zudem führt ein kantonaler Wanderweg am See entlang. Weiter können sich freilaufende Hunde, da sie sich auch zu Gruppen zusammenfinden können, anders verhalten und sind unberechenbar. Eine Vermischung der Nutzung von Menschen und freilaufenden Hunden ist daher nicht nur eine Belastung für einen Teil der Nutzer, sondern beinhaltet auch ein grundsätzliches Risiko von Verletzungen. Welche Massnahmen gedenkt der Stadtrat zu ergreifen, um dieser Situation vorzubeugen? Wie garantiert er, dass es keine Hundebisse bei Erwachsenen oder gar Kindern gibt, die sich ebenfalls dort aufhalten?
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