Sagt: Es ist gut, dass die Privilegien gehen müssen. Heinz Tännler ist Finanzdirektor des Kantons Zug. (Bild: Archiv)
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Sagt: Es ist gut, dass die Privilegien gehen müssen. Heinz Tännler ist Finanzdirektor des Kantons Zug. (Bild: Archiv)

«Historischer Durchbruch» beim Finanzausgleich

1min Lesezeit

Es ist ein Meilenstein bei der Verbesserung des Nationalen Finanzsausgleichs: Neu müssen auch die wirtschaftlich schwächsten Kantone 86.5 Prozent des schweizerischen Durchschnittwerts selber erwirtschaften. Zug freuts: Das Wirtschaftszentrum spart massiv ein.

Die Zuger Regierung jubelt: Die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) hat den Empfehlungen zur Verbesserung des Nationalen Finanzausgleichs (NFA) zugestimmt. Diese Vorschläge würden mehr Fairness in das NFA-System bringen, so die Zuger Finanzdirektion in einer Medienmitteilung.

Neu soll das Minimalziel für ressourcenschwache Kantone auf 86.5 Prozent des schweizerischen Durchschnitts angehoben werden (vorher 85%).  «Bei der bisherigen Regelung wurde seit 2008 der NFA-Topf mit gegen einer Milliarde zu hoch dotiert», sagt Heinz Tännler, Finanzdirektor des Kantons Zug. Das mache für den Kanton Zug rund 70 Millionen – oder linear betrachtet 8 Millionen Franken pro Jahr.

Die neue Regelung käme dem Kanton Zug entgegen: «Die Regelung würde etappenweise während den Jahren 2020, 21 und 22 umgesetzt», so Tännler. «Insgesamt würde das den Kanton Zug rund 50 Millionen Franken weniger kosten.»

Luzern verliert fast 35 Millionen

Der Kanton Luzern wird voraussichtlich mit weniger Einnahmen auskommen müssen. Laut den momentanen Einschätzungen werden für Luzern 34,9 Millionen Franken weniger aus dem NFA-Topf fliessen. Die Zentralschweiz als Ganzes wird aber mit den Anpassungen um rund 64 Millionen Franken entlastet.

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