Fabian Biasio erhält 10-wöchiges Istanbul-Stipendium

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Zum ersten Mal wurde ein Kultur-Stipendium für Istanbul ausgeschrieben. Zum Zug kommt der Luzerner Fotograf Fabian Biasio – er kann nun für sein Projekt zehn Wochen an den Bosporus.

Letzten September ging der neue Verein Istanbuluzern an die Öffentlichkeit. Sein Ziel: eine kulturelle Brücke von Luzern nach Istanbul. Einmal jährlich soll Luzerner Kreativen künftig unentgeltlich ein Atelier in Istanbul zur Verfügung stehen (zentralplus berichtete).


Das erste Stipendium wurde Ende 2016 für Personen mit Wohnsitz im Kanton Luzern ausgeschrieben, die ein Projekt realisieren möchten, das sich mit Istanbul auseinandersetzt.

Eine unabhängige Jury entschied sich nun für den Fotografen Fabian Biasio. «Aufgrund der aktuellen politischen Situation in der Türkei hat sich die Jury für dieses Vorhaben entschieden, das sich zentral mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in der Türkei beschäftigt», schreibt der Verein.

Angesichts der unsicheren politischen Lage in der Türkei und dem damit einhergehenden Risiko auch für ausländische Kulturschaffende, blieb die Zahl der Bewerber überschaubar. Drei «interessante, qualitativ hochstehende und mit Istanbul verbundene Bewerbungen und Projekte» seien eingegangen.

Fabian Biasio bewarb sich mit der Idee, fotografisch das festzuhalten, was in Istanbul heute und jetzt passiert. Dies im Sinne einer klassischen Fotoreportage. 
Die Jury würdigt «die Idee von Biasio, sich in den Brennpunkt politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen zu begeben und diese mit der Kamera zu dokumentieren. Bereits in seinen früheren Arbeiten hat Fabian Biasio gezeigt, dass er ein sensibler und vielfältiger Beobachter ist», so die Mitteilung.

Fabian Biasio ist seit 2001 freischaffender Fotograf mit Büro in Luzern und diversen Aufträgen für nationale und internationale Publikationen und Agenturen.

Der Verein trägt das Stipendium mit dem Namen «Kultur-Stipendium Armin Meienberg» zusammen mit dem interkulturelle Netzwerk Manzara in Istanbul. Manzara betreibt in Istanbul mehrere Apartments.

Die Idee für das Atelier geht auf Armin Meienberg zurück: Der Vernetzer, ehemalige IG-Kultur-Präsident und leidenschaftliche Istanbulreisende verstarb im Frühling 2015 mit 51 Jahren überraschend.

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