öV: Ohne Umsteigen von Kriens nach Emmenbrücke

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Die neuen öV-Fahrpläne sind da. Während es in Zug nur zu marginalen Anpassungen kommt, ändert sich in Luzern so einiges.

Die Kantone Zug und Luzern stellen die Fahrplanänderungen für das Jahr 2017 vor. Während es in Zug nur zu kleinen Anpassungen kommt, ändert sich in Luzern mit der neuen Infrastruktur am Seetalplatz gleich eine ganze Menge. Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) spricht sogar von einem Meilenstein.

Das sind die Änderungen für den Kanton Zug

Fahrplankonflikt zwischen Stadtbahn Zug und Fernverkehr noch nicht gelöst

Die Stadtbahn Zug (S2 Lindenpark–Walchwil) und der Fernverkehr Zürich–Gotthard benötigen auf der einspurigen Strecke zwischen Oberwil–Walchwil dieselbe Fahrplanlage. Alle Züge der S2 bis Walchwil sind deshalb mit einem Verweiszeichen versehen. Je nach Entscheid, welche Züge den Vorrang erhalten, verkehren die Züge der S2 nur bis Oberwil statt bis Walchwil. Die Kurse der S2 Lindenpark–Erstfeld sind nicht betroffen, wie das Zuger Amt für öffentlichen Verkehr bekannt gab.

Neues Angebot für Baar

Neu wird die Buslinie 4 Zug–Inwil–Baar von Montag-Samstag im 15-Minutentakt von Baar Bahnhof bis nach Blickensdorf verkehren. Die Linie 32 wird im Gegenzug aufgehoben. Neben der Linie 4 verkehrt weiterhin die Postautolinie 280 von Baar via Blickensdorf nach Hausen am Albis und bietet eine stündliche Verbindung an – auch am Wochenende und in Randstunden.

Insgesamt werde mit diesem Konzept das Angebot für Blickensdorf, wie im Entlastungsprogramm geplant, in Randstunden ausgedünnt. Hingegen entstehe ein markanter Angebotsausbau während der Betriebszeit der Linie 4, schreibt das Amt für öffentlichen Verkehr weiter. Zusätzlich bestelle die Gemeinde Baar an Sonn- und Feiertagen die Linie 14 im Stundentakt von Baar–Inwil–Arbach nach Zug. Mit diesen Leistungen werde das beim Kanton wegfallende Angebot zwischen Inwil–Baar ersetzt und die Gemeindegebiete Inwil und Arbach seien nun auch an Sonn- und Feiertagen mit dem öffentlichen Verkehr einwandfrei erschlossen, so die Mitteilung.

Das sind die Änderungen für den Kanton Luzern

Für den Kanton Luzern stellt der Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 einen Meilenstein dar, schreibt der Verkehrsverbund Luzern (VVL). Im Zentrum stünden die neuen Infrastrukturen am Seetalplatz wie der Bushub und die durchgehenden Busspuren. «Der öV ist damit bereit für die bevorstehende starke Siedlungsentwicklung in Luzern Nord», begründet Yvonne Schuler, Geschäftsführerin ad interim des VVL den Angebotsausbau. Einen positiven Einfluss auf den kommenden Fahrplan habe auch die Inbetriebnahme des neuen Gotthard-Basistunnels, schreibt der VVL.

Bahn

Die Seetalbahn wird zu Pendlerzeiten mit der neuen Linie S99 Hochdorf–Luzern ausgebaut. Sie ergänzt mit zusätzlichen Verbindungen die bestehende S9, die dem ganzen Tag zwischen Luzern und Lenzburg unterwegs ist. Dank der neuen Koppelung der S7 Langenthal–Willisau– Wolhusen mit dem Regio-Express Luzern–Langnau–Bern erhalten die Fahrgäste aus dem Raum Willisau eine zweite stündliche Direktverbindung nach Luzern, teilt der VVL mit.

Auf dem nationalen Netz reduziert der neue Gotthard-Basistunnel die Fahrzeit von Luzern ins Tessin um rund 40 Minuten.

Bus

Zwischen Emmenbrücke und Kriens entsteht mit der Trolleybuslinie 5 eine neue Direktverbindung. Die Linie 5 fährt zwischen Kriens Busschleife und Emmenbrücke, Bahnhof Süd zu Pendlerzeiten gut alle  sieben Minuten, so der VVL.

Weiter stellt der VVL die Linie 2 mit Doppelgelenktrolleybussen auf das System RBus um. Verbesserungen erfährt auch das Emmer Busnetz mit einfacheren Linienführungen und einheitliche Fahrplänen.

Eine neue Verbindung in Luzern Nord bildet die Linie 40, welche vom Bahnhof Littau via Ruopigen, Seetalplatz und Flugzeugwerke zum Bahnhof Waldibrücke verkehrt. Sie entsteht aus der Verknüpfung der heutigen Linien 13 (Littau Bahnhof–Rothenburg bis Wahligen Nord) und 53 (Luzern Bahnhof–Emmen bis Flugzeugwerke).

Die geplante Einstellung der Buslinien 13 und 53 bedauert Pro Bahn, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Da die beiden Linien würden sich grosser Beliebtheit erfreuen. Ein ständiger Wechsel von Linien, Liniennummern und Linienführungen sei für die öV-Kundinnen und Kunden verwirrend. Deshalb ist auf die neuen Linien 40 und 46 zu verzichten, schreibt «Pro Bahn».

Hier finden Sie die Fahrpläne im Detail.

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