«Ein Kreativer ist ein Grenzgänger»

4min Lesezeit

Die Kreativwirtschaft ist in aller Munde. Und doch weiss niemand so recht, wen oder was damit in Verbindung zu setzen. Andreas Troxler gibt Einblick in das Leben eines selbständigen Kreativen. In seinen Beiträgen wird er den Zusammenhang zwischen kreativem Denken und Innovation sowie das wirtschaftliche Potential der Luzerner Kreativwirtschaft für die Zukunft aufzeigen.

Andreas Troxler

Die Kreativwirtschaft ist in aller Munde. Und doch weiss niemand so recht, wen oder was damit in Verbindung zu setzen. Dieser Blog soll einen Teil zur Aufklärungsarbeit beitragen. In vier Teilschritten nähern wir uns dem Begriff Kreativwirtschaft und lernen, weshalb diese als Zukunftsbranche bezeichnet wird, es dafür EU-Förderprogramme gibt und warum sich die wichtigen Luzerner Institutionen diesem Thema vermehrt annehmen sollten.

Durch das heterogene Gefilde der Kreativwirtschaft darf ich Sie führen. Mein Name ist Andreas Troxler. Ich bin selbständig mit eigenem Kreativbüro in Luzern und bin in einem der 12 definierten Teilbereiche der Kreativwirtschaft tätig. In diesem Jahr haben wir den Verein «made in Lucerne» gegründet, der die Förderung der Kreativwirtschaft Luzern zum Ziel hat. Ich bin deren Präsident. Deshalb bin ich hier. Deshalb erzähle ich Ihnen das. Also, legen wir los. Am besten mit dem Inhaltsverzeichnis meiner vier geplanten Blog-Beiträge, ehe ich den Platz frei mache für weitere Stimmen aus den einzelnen Teilbereichen der Luzerner Kreativwirtschaft.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einblick in das Leben eines Kreativwirtschafters
2. Zusammenhang zwischen kreativem Denken (Kreativität) und Innovation
3. Kreativität als Wirtschaftsgut – der Wert geistiger Arbeit
4. Wirtschaftliches Potential der Luzerner Kreativwirtschaft für die Zukunft

Womit wir bei Punkt 1 angelangt wären. Dem Einblick in das Leben eines Kreativwirtschafters. Denn wer das Wesen der Kreativwirtschaft verstehen will, dem hilft der Blick in die Hirnwindungen eines Direktbetroffenen. Einem Dienstleister, der aus seiner Kreativität Ideen und Produkte für Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. So folgt hier nun eine persönliche Annäherung eines Kreativen, Werbers, Ideengetriebenen, Philosophen, Lebenskünstler, Analytiker, Träumer und doch in der Gesellschaft angekommenen Unternehmer, Steuerzahler, Versicherten, studierten Schulabgängers. Haben Sie’s bemerkt? Die ersten Begriffe sind die kreativen. Die zweiten die wirtschaftlichen.

«Kreativität entsteht im Kopf»

Was ich damit sagen will: Ein Kreativwirtschafter wandelt zwischen Konformismus und Disruption. Ein Kreativer ist ein Grenzgänger. Er betrachtet, verarbeitet und gestaltet die Gesellschaft und sein Umfeld auf seine eigene Weise. Er setzt sich mit Bestehendem auseinander. Hinterfragt, kombiniert und entwickelt daraus eigene Ideen. Ein Kreativer denkt quer und über den Tellerrand hinaus. Praktiziert das gelobte «out of the box thinking». Eben nicht in fixen Strukturen denkend, eine Abzweigung suchend. Oder in der Fachsprache ausgedrückt: Laterales Denken. Und genau hier liegt die Stärke. Genau hier liegt aber auch die Schwäche. Einerseits entstehen an dieser Grenze des kreativen Denkens neue Ideen, Konzepte und Innovationen. Auf der anderen Seite verstösst man hier oft gegen Konventionen, Normen und geltende Standards. «Es esch eso u fertig!» Und so werden neue Denkansätze und Ideen und folglich auch daraus resultierende Innovationen in ihrem Keim erstickt. Zu diesem Zusammenhang zwischen kreativem Denken und Innovation dann im zweiten Blog-Beitrag mehr.

Kreativität entsteht im Kopf. Und genauso wie man nicht plötzlich kreativ denken kann, kann man auch Kreativität nicht einfach so abschalten. Von Ideen geplagt, ja fast schon verfolgt. So sieht das Leben als Kreativer aus. Ein hartes Leben, sage ich Ihnen. Jedem Moment wird etwas Kreatives abgewonnen. Da wird Neues entdeckt oder in einen anderen Zusammenhang gebracht. Kreative haben Ideen, erschaffen Neues. Das zeichnet sie aus. Logisch. Manchmal haben Sie auch gute Ideen. Gut sind aus finanzieller Sicht wohl dann diese, die auf breite Resonanz und Akzeptanz stossen. Mit denen man bestenfalls auch Geld verdient. Einfacher gesagt: Ökonomisch gewinnbringende Kreativität muss zu einem gewissen Grad auch gesellschaftskonform sein, oder es werden können. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Zur Kreativität als Wirtschaftsgut dann im dritten Blog-Beitrag mehr. Bleiben Sie dran!

Aus dem zentralplus Blog Wirtschafts-Blog

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