Georg Krummenacher, Patrick Bützer und Deborah Bühlmann (Bild: zvg)
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Georg Krummenacher, Patrick Bützer und Deborah Bühlmann (Bild: zvg)

3min Lesezeit
Das Paettern Lightup Atelier vermietet pixelweise seine Wände und will dabei mehr sein als ein gewöhnlicher Laden.
 

Sirup, Taschen, Schmuck, Yoga am See, Cupcakes, Socken und Puppen aus Zeitungspapier. Kaum zu glauben, dass man all dies in einem Lokal in Zug findet. Ausgestellt auf wenigen Zentimetern, an den Wänden und an der Decke und dann erst noch an bester Lage. Doch alles der Reihe nach. 

«Wir wollen eine Plattform werden»

Zuerst waren da drei Freunde, ein frisch renovierter Raum direkt am Bahnhof Zug und der Wunsch diesen mit Leuten zu teilen, die «etwas Lässiges machen», wie Deborah Bühlmann, die Frau in der Runde, erklärt. Ihr erdachtes Konzept ist simpel: Die eine Hälfte der 30 Quadratmeter grossen Fläche dient als Take-away, die andere als Ausstellungsfläche. Und fair: «Pixelweise» wird der Platz an Wänden und Decken vermietet. Zehn mal zehn Zentimeter ist die Basis-Ausstellungsfläche, davon kann man so viele Pixel zusammenstellen, wie man für seinen Gegenstand braucht. Die Miete pro Pixel kostet fünf Franken im Monat.

Ob Kunsthandwerk, Musik, Yoga oder andere Ideen und Dienstleistungen: Ausstellen kann eigentlich jeder der etwas zu zeigen hat. Die Angebote werden im Vorfeld von einer «Jury» geprüft, denn «es sollen gute Produkte sein, die eine Geschichte haben und hinter denen wir stehen können», erklärt Bühlmann. 

Und werden die Dinge auch gekauft? «Die Leute sind noch etwas zurückhaltend, aber wir haben auch schon Dinge verkauft.» Bei einem Verkauf geht eine 20% Beteiligung an Paettern. 

Im besten Fall ein Sprungbrett 

Der Raum soll mehr sein als nur ein Ladenlokal. Die Leute sollen hier ausprobieren und sich austauschen können und es soll als Marketingtool dienen: «Wir wollen die Aussteller motivieren, sich etwas zu trauen und vielleicht sogar den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen», erklärt Bühlmann. Dazu werden fleissig Partnerschaften geknüpft. So zum Beispiel mit dem Business Park in Steinhausen, wo Leute gecoacht werden können oder einer Crowdfunding-Plattform, die bei der Finanzierung helfen kann. Neben dem Netzwerk von Paettern, dass man nutzen kann, ist auch Eigeninitiative gefragt: «Während der Ausstellungszeit sollen die Leute versuchen, ihr Produkt aktiv zu vermarkten und uns im besten Fall als Sprungbrett für ihre weiteren Schritte nutzen.»

Hobby-Bäcker aufgepasst

Auch den Feinschmeckern will Paettern künftig etwas bieten: Im Take Away Bereich wo sie Café und Bier verkaufen, funktioniert das Prinzip ähnlich, obschon es schwieriger umsetzbar ist. Hobby-Bäcker können hier ihre Rüeblikuchen, Cupcakes und Sandwiches zum Verkauf bringen, inklusive einer Zutatenliste und Allergikerhinweisen. Dieser Bereich ist noch im Aufbau, da die Deklaration der Zutaten, die korrekte Lagerung und der Transport aufwändiger ist.

Mit dem «Light up Event» gehen die drei noch einen Schritt weiter: In regelmässigen Abständen erzählen dort Aussteller fünf Minuten lang, was sie bei Paettern präsentieren. Der nächste Anlass findet am 2. Oktober statt. 

PAETTERN - Lightup Atelier
Alpenstrasse 13
6300 Zug                

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