Mit seinen 1012 Höhenmetern bietet der Rossberg eine tolle Aussicht. (Bild: Marcel Hähni)
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Mit seinen 1012 Höhenmetern bietet der Rossberg eine tolle Aussicht. (Bild: Marcel Hähni)

Mit Hund oder Kind zur Kantonsgrenze

4min Lesezeit

Wenn die Wanderung mal etwas kürzer sein soll, eignet sich der Rossberg bei Schindellegi. Nach einer gemütlichen Wanderung erreicht man den letzten Schweizer Feldschiessstand, ein kinderfreundliches Gasthaus und gleichzeitig die Kantonsgrenzen.

Marcel Hähni

Nicht mehr in der Zentralschweiz, sondern schon im äussersten Kantonsteil von Schwyz liegt Schindellegi (765 m ü. M.). Schindellegi, hoch über dem Zürichsee und tief in den Steuern. Auch hier gibt es einen Rossberg. Rossberg ist eine häufige Bezeichnung für einen Berg. In der Zentralschweiz zum Beispiel ist vor allem der Rossberg beim Zugerberg und Wildspitz, den man meistens schweisstreibend von Goldau her erklimmt, bekannt.

Wir wollen heute also auf den kleinen Rossberg (1012 m ü. M.), auf den Rossberg bei Schindellegi. Wir, das sind in unserem Fall ich und die beiden Hunde Felix und Anton. Wahlweise kann diese Wanderung auch sehr gut ohne Hunde, dafür mit Kindern gemacht werden. Auch mit einem Kinderwagen. Denn die Wanderung zum Rossberg ist eine optimale Sonntagnachmittags-Familien-Wanderung.

Berggasthaus und Kinderspielplatz

Wir reisen mit der Südostbahn nach Schindellegi, das sich seinen Bahnhof mit Feusisberg teilt. Hier wandern wir durch das Dorf in Richtung Einsiedeln. Bereits hier ist unser Wanderziel am Wegweiser angeschrieben. Ausserhalb des Dorfes überqueren wir auf dem Wanderweg einen unbewachten Bahnübergang und steigen auf einer Fahrstrasse rund eine Viertelstunde sehr steil hinauf.

Nun zweigt der Wanderweg rechts weg durch die Wiese und ein Waldstück. Kinderwagen, Inhalt und Begleiter nehmen weiter die Fahrstrasse, die hier von Asphalt auf Kies wechselt. Beide Wege führen wieder in eine schmale Strasse, die schlussendlich zum Rossberg führt.

Oben am Ende der Strasse, auf dem Rossberg, steht ein Berggasthaus. 1994 wurde das damalige Berggasthaus zwangsrechtlich versteigert und durch eine Genossenschaft übernommen. Heute ist das Gasthaus mit seinem wunderbaren Ausblick auf den oberen Zürichsee und den grossen Kinderspielplatz ein lohnendes Ausflugsziel und vor allem an den Wochenenden gut besucht.

Letzter Feldschiessstand

Neben dem Berggasthaus steht auch Feldschiessstand. Der letzte Feldschiessstand in der Schweiz, der als solcher noch ganzjährig genutzt wird. Jährlich findet hier im August das traditionelle Dreiländerschiessen (Schwyz, Zug, Zürich) mit rund 400 Schützen statt. Wenn man bei seinem Ausflug auf den Rossberg nicht gerade das Wochenende mit dem traditionellen Rossbergschiessen erwischt, dann trifft man hier selten einen Schützen und kann in Ruhe die Aussicht geniessen.

Auf dem höchsten Punkt des Rossberges auf 1186 Metern befindet sich auch der «Dreiländerstein» und bildet den Grenzstein für die Kantone Schwyz, Zug und Zürich.

Weiter in den Kanton Zug oder Zürich

Mit zügigen Schritten ist man sicher unter einer Stunde am Ziel. Familien und langsamere Wanderer rechnen etwas mehr als eine Stunde. Nach einer Pause und dem Einkehren im Berggasthaus wandern Felix, Anton und ich meistens auf der Rückseite des Rossberges wieder hinunter.

Hier stehen uns verschiedene Ziele zur Wahl. Der schnellste Weg führt hinunter zur Sihl und dann wieder hinauf in das Dorf Hütten (732 m ü. M.). Von hier kann ich mit dem Postauto in verschiedene Richtungen weiterreisen.

Will man noch weiter wandern, kann man der Sihl entlang bis zur Haltestelle der Zuger Strafanstalt Bostadel laufen. Von hier kann man dann mit dem Bus über Menzingen und Zug wieder in die Zentralschweiz reisen. Felix, Anton und ich entscheiden uns für einmal für die kürzere Variante und steigen in Hütten ins Postauto.

Routeninformationen

Strecke Schindellegi–Rossberg: 45 bis 90 Minuten (Asphalt, Kiesweg, Waldweg)

Strecke Rossberg–Sihl–Hütten: 45 bis 60 Minuten (Kiesweg, Asphalt)

Strecke Rossberg–Sihl–Bostadel: 120 bis 145 Minuten (Kiesweg, Asphalt)

Aufstieg: ca. 250 Meter

Schwierigkeitsgrad: einfach

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