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Keine Wanderung ohne Seilbahnen, das ist Ehrensache, wenn man mal bei einer Seilbahn gearbeitet hat. Heute fuhr ich ausserdem mit Bus, Zug und Zahnradbahn.

Blanca Imboden

Ach, jetzt kommt die schon wieder mit ihrem Urmiberg!
 Stimmt. Trotzdem ist es wieder eine völlig andere Wanderung. Und ganz ehrlich: Der kleine, unbedeutende Urmiberg wird zu Unrecht unterschätzt und ignoriert.

Kürzlich bin ich mit der Seilbahn vom Kräbel auf die Rigi Scheidegg (1620 m) gefahren. Kräbel erreicht man mit der Rigibahn ab Arth-Goldau. Dort lohnt es sich, einen ersten Kaffeehalt im Berggasthaus Rigi Scheidegg zu machen.

Man kann auch vorher noch kurz die Arche besuchen, um ein paar Fotos von der Umgebung und der Aussicht zu machen. Sogar den Titlis, den Eiger und den Mönch kann man von dort aus sehen. Das Panorama ist eindrücklich. (Ehrlich gesagt, auch vom Restaurant aus ...)

Zuerst bergab

Danach geht es bergab. An Rigi Burggeist vorbei. Eineinhalb Stunden. Das müssen Ihre Knie aushalten können. Der Weg ist sehr abwechslungsreich, mal über Wiesen, dann durch keine Wäldchen, über Stock und Stein. Teilweise führt er über einen sanften Grat. Und die Belohnung für die Mühen werden ständig geliefert: Aussichten, Weitsichten, Panoramablicke. Berge und Seen ohne Ende.

«gestrandete» Touristen

Wenn Sie nicht – wie ich – am Montag wandern, können Sie so ziemlich genau in der Mitte der Wanderung beim Gätterlipass einkehren. Dort kann man also Halbzeit feiern und sich bewirten lassen. Ich konnte es nicht, obwohl Hauptsaison war. Montag ist Montag. So picknickte ich mit anderen «gestrandeten» Touristen auf der geschlossenen Terrasse. Sicherheitshalber können Sie ja dort anrufen*, bevor Sie Ihr Picknick zu Hause lassen.

Hinauf auf den Urmiberg

Danach geht es leider noch etwas weiter bergab, sodass man am Ende zum Urmiberg (1150 m) hoch wieder ein wenig ins Schnaufen kommt. Trotzdem ist auch der zweite Teil der Wanderung wunderschön, weil abwechslungsreich und man riecht den Kaffee schon langsam. Den bekomme ich an meinem Ziel, im Bergrestaurant Timpelweid auf dem Urmiberg, wo eine Seilbahn nach Brunnen runterfährt, wo ich nur noch ein paar Busstationen vom Bahnhof entfernt bin (gute Busverbindungen).

Aber so schnell gehe ich von diesem Bergrestaurant natürlich nie weg, dafür sitzt es sich da zu schön. Ich habe schon Bilder von der Aussicht dieses Restaurants auf Facebook gepostet und erntete aus dem Ausland Kommentare wie: «Ist das echt?» Ja, das ist es. Man sitzt wie mitten in einem Prospekt von Schweiz Tourismus.

Achtung

Anfangs Richtung «Gätterlipass» gehen. Später steht auf Wegweisern oft «Timpel», nicht etwa Urmiberg. Das Bergrestaurant heisst ja auch Timpelweid. Auch wenn man landauf-landab einfach immer vom Urmiberg redet. Die Ebene, auf der sich die Seilbahn und das Restaurant befinden, heisst Timpel, das ganze Bergmassiv dort Urmiberg.

Routeninfos:

Route: Rigi Scheidegg (1620 m) – Gätterlipass (1190 m) – Timpel / Urmiberg (1150 m)

Strecke: 7,48 km

Wanderzeit: 2 Stunden 17 Minuten (Ich brauchte drei Stunden)

Aufstieg: 224 m

Abstieg 736 m

*Kontakt: 041 828 77 53

Aus dem zentralplus Blog Wander-Blog

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