Seilzieh-Wettkampf mit Olympiasiegerin Nicola Spirig, OL-Weltmeister Martin Hubmann, Freestyle-Skier Joel Gisler, Radprofi Stefan Küng, Kunstturn-Europameister Pablo Brägger und «Anker» Schwingerkönig Nöldi Forrer. (Bild: zvg)
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Seilzieh-Wettkampf mit Olympiasiegerin Nicola Spirig, OL-Weltmeister Martin Hubmann, Freestyle-Skier Joel Gisler, Radprofi Stefan Küng, Kunstturn-Europameister Pablo Brägger und «Anker» Schwingerkönig Nöldi Forrer . (Bild: zvg)

Mein erster Anlass mit meinem neuen Team

4min Lesezeit

Als Neumitglied meines Teams wurde ich zum ersten Teamanlass nach Mosnang eingeladen. 16 Athletinnen und Athleten aus 13 Sportarten nahmen daran teil. Dabei traf ich auf Olympiasieger, Welt-, und Europameister. Aber alles der Reihe nach…

Am Morgen reiste ich als Neuling voller Vorfreude, aber auch einem etwas mulmigen «Was erwartet mich da wohl?»-Gefühl ins toggenburgische Mosnang. Angesagt waren zuerst ein internes Unihockey- und Basketballturnier. Von der ersten Sekunde wurde klar: Das sind Spitzensportler, es wird zwar viel gelacht und gewitzelt, aber die geben immer Vollgas und haben Spass daran, die Regeln individuell auszulegen. Einen Korb und ein Tor zu erzielen, das war ein Erfolgserlebnis.

Zum Programm gehörte auch ein Seilzieh-Duell gegen die Schüler aus Mosnang. Wobei es für Schiedsrichter Michael Albasini schwierig wurde, den Überblick zu behalten. Plötzlich wechselten Nöldi Forrer, Stefan Küng oder Beat Hefti zum Gaudi der Zuschauer die Fronten, verstärkten die Schüler und nicht Kollegen. Dass wir danach mit Autogrammwünschen bestürmt wurden, zeigte: Ob Schüler, Zuschauer oder Sportler – alle hatten den Plausch.

Trotz Doppelsalto keine Chance im Endspurt

Nachmittags stand ein Wechsel ins Gym Resort Mogelsberg des Trainingzentrums Fürstenland (Stammverein von Giulia Steingruber) an. Die TZF-Frauen hatten bei «I believe in you» über 50'000 Franken gesammelt, um sich die Halle einrichten zu können. Bei einer Geräte-Hindernis-Stafette mit gemischten Sportler-Turnerinnen-Teams waren die Balance-Künste gefragt. Als Schlussläuferin blieb ich gegen Pablo Brägger allerdings chancenlos, obwohl der einen Doppelsalto einstreute.

Ich bin umzingelt von zahlreichen und interessierten Autogrammjägern.
Ich bin umzingelt von zahlreichen und interessierten Autogrammjägern. (Bild: zvg)

Beim Bau der «Menschenpyramide» erhielt ich eine tragende Rolle, schaffte es mit den neuen Kollegen zusammen in die unterste Reihe. Verständlich, dass die Ü6 bis U18-Kinder und Jugendlichen oben thronten. Sie zeigten an den verschiedenen Geräten, was sie drauf haben. Obwohl Leichtgewichte waren sie turnerisch die Schwergewichte.

Ins Micarna-Team wurde ich herzlich aufgenommen und sofort integriert. Es herrschte eine lockere Atmosphäre. Die Begegnungen mit den anderen Sportlern waren äusserst spannend. Ich bin überzeugt, dass mich das Team in verschiedenen Bereichen weiterbringt. Der Teamleitung bin ich sehr dankbar und freue mich bereits auf den nächsten Team-Event.

Illustre Teammitglieder

Die Aufnahme in dieses Team ist für einen Spitzensportler ein absolutes Privileg. Dies zeigt eine nicht abschliessende Liste der bisherigen Athletinnen und Athleten:

Michael Albasini (Rad), Rahel Aschwanden (Tischtennis), Emilie Aubry (Snowboard Cross), Alex Baumann (Bob), Pablo Brägger (Turnen), Selina Büchel (Leichtathletik), Marcel Bürge (Schiessen), Nöldi Forrer (Schwingen), Joel Gisler (Freeski), Sandra Graf (Rollstuhlsport), Marco Grigoli (Skispringen), Philipp Handler (Behindertensport Leichtathletik), Beat Hefti (Bob), Daniel Hubmann (OL), Martin Hubmann (OL), Reto Hug (Triathlon), Reto Hollenstein (Rad), Marcel Hug (Rollstuhlsport), Beda Klee (Langlauf), Stefan Küng (Rad), Ralph Näf (Bike), Jolanda Neff (Bike), Armon Orlik (Schwingen), Manuela Schär (Rollstuhlsport), Nicola Spirig (Triathlon), Giulia Steingruber (Turnen), Julien Taramacaz (Radquer), Yves Walz (Moderner Fünfkampf), Julie Zogg (Snowboard Alpin), Linda Züblin (Leichtathletik).

Am 1. November 2005 wurde das Micarna-Team im Bazenheid gegründet. Sportler wie Skispringer Simon Ammann, Bobfahrer Beat Hefti, Schwinger Nöldi Forrer oder Biker Ralph Näf äusserten in einer Stammtischrunde den Wunsch, es müsste eine Firma geben, die Athleten aus verschiedenen Sportarten in einem Team unterstützt und ihnen den Austausch untereinander ermöglicht. An Allerheiligen 2005 schliesslich, begann der Aufbau des weltweit erfolgreichsten polysportiven Teams mit dem «Wir»-Gefühl.

Im Gespräch mit Radprofi Michael Albasini
Im Gespräch mit Radprofi Michael Albasini (Bild: zvg)

 

Das Micarna-Team posiert mit Mosnanger Schülern.
Das Micarna-Team posiert mit Mosnanger Schülern. (Bild: zvg)

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