(Bild: Stadt Luzern)
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Obwohl ich den ganzen Winter innerhalb der Stadt Luzern mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, freue ich mich immer sehr auf den Frühling: Wärmere Temperaturen, wieder bei Tageslicht unterwegs sein, keine Salzspuren am Fahrrad zu haben und frühmorgens nicht mehr bei Schneefall über Schneehaufen schlittern...schlicht ein angenehmeres Fahrgefühl!

Christian Frank

Frühling ist auch die Zeit, um das Fahrrad wieder flott zu machen. Möglichkeiten dies zu tun gibt es verschiedene: Beim Besuch eines Repair-Cafés mit Velowerkstatt oder der Velobude Luzern kann das Fahrrad unter fachkundiger Anleitung selbst repariert werden. Alternativ kann auch ein professioneller Reparateur beauftragt werden.

Wollen auch Sie vermehrt mit dem Velo zur Arbeit?

Dann tun sie es doch einfach. Beginnen können Sie, indem Sie ein Team bei der Aktion «Bike to Work» anmelden. Das Prinzip dieser Aktion ist einfach: Firmenintern wird eines oder mehrere 4er-Teams gebildet, welche während einem Monat online eintragen, wie sie zur Arbeit gekommen sind. Wenn eine Person oder das Team an mehr als 50 Prozent der Tage mit dem Fahrrad unterwegs ist, nimmt man automatisch an einer Verlosung teil.

Die möglichen Gewinne sind dabei sicher zweitrangig – obwohl ich auch schon sehr nützliche Winterhandschuhe mit Leuchtstreifen gewonnen habe – vielmehr zählen die entstehenden Diskussionen in der Kaffeepause und der gesundheitsfördernde Aspekt. Schlussendlich ist die Teilnahme an der Aktion auch ein Bekenntnis zu einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten und kann für Mitarbeiter ein Anstoss sein, vermehrt das Velo zu nutzen.

Für viele ist die Velonutzung gratis

In Luzern und Umgebung gibt es natürlich auch die Möglichkeit das öffentliche Fahrradverleihsystem Nextbike zu nutzen. Für Bewohner gewisser Gemeinden ist das Angebot sogar kostenlos. Die Stadt Luzern hat vor kurzem entschieden das Projekt um ein Jahr bis Ende März 2019 zu verlängern. Bereits angemeldete Personen können weiter kostenlos Nextbike nutzen. Neuanmeldungen sind jederzeit möglich. Auch wenn ich ein eigenes Fahrrad habe, nutze ich das Angebot erstaunlich oft. So zum Beispiel, wenn ich für mehrere Tage verreise und das Velo nicht so lange am Bahnhof stehen lassen möchte.

Ach ja, und was ist mit der Sicherheit?

Wenn jemand meint es sei zu gefährlich in der Schweiz mit dem Velo unterwegs zu sein, dem empfehle ich den Dokumentarfilm «Bikes vs Cars». Nebst einem Portrait von Velovorreiterstädten wie Kopenhagen (vierspurigen Veloschnellstrassen!) wird darin beispielsweise auch aufgezeigt, dass in Sao Paulo Velowege schlicht ein Wunschtraum sind oder dass Torontos Stadtregierung vor kurzem die Entfernung von Velowegen angeordnet hat. Den Film kann man kostenlos im öko-forum der Stadt Luzern ausleihen oder gegen ein Entgelt direkt online ansehen.

Seit ich den Film gesehen habe, bin ich wieder sehr dankbar, dass ich innerhalb zweier gelber Streifen in der für Velos vorgesehenen Spur über die Luzerner Seebrücke fahren kann...hoffentlich schon bald wieder begleitet von einem frühlingshaft pittoresken Sonnenaufgang hinter der Rigi.

Aus dem zentralplus Blog Nachhaltigkeits-Blog

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