Ein Prinzip, nach dem in den Teilbereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialem nicht mehr Ressourcen verbraucht werden, als nachwachsen, sich regenerieren oder erholen und damit auch künftig bereitgestellt werden können. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)
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Ein Prinzip, nach dem in den Teilbereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialem nicht mehr Ressourcen verbraucht werden, als nachwachsen, sich regenerieren oder erholen und damit auch künftig bereitgestellt werden können. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

«Du sollst nicht mehr Holz fällen, als nachwachsen kann»

3min Lesezeit

Ich kann es nicht mehr hören. Alles ist «nachhaltig». Seien wir aber ehrlich: Von einer nachhaltigen Gesellschaft sind wir meilenweit entfernt. Ein Einstieg in die Erwartungen und Ideen des Nachhaltigkeits-Blogs.

Andreas Merz

Ich kann es nicht mehr hören. Alles ist «nachhaltig». Seien wir aber ehrlich: Von einer nachhaltigen Gesellschaft sind wir meilenweit entfernt. Vielleicht schaffe ich es persönlich, in einigen hoffentlich zentralen Bereichen nachhaltig zu leben. Ich kaufe beispielsweise saisonal und lokal direkt beim Produzenten auf dem Markt ein. Aber auch Marktprodukte sind kein Freipass zum bedenkenlosen Konsum, was die Sache schon ziemlich kompliziert macht. Aber fangen wir doch von vorne an:

Was genau bedeutet denn dieses Wort, welches zu einem wichtigen PR-Instrument der Konsumwirtschaft geworden ist?

1. Die eindimensionale Bedeutung: Nachhaltig ist, was eine «längere Zeit anhaltend» wirkt.
2. Die älteste, forstwirtschaftliche Bedeutung: Nachhaltig ist, «nicht mehr Holz zu fällen, als nachwachsen kann».
3. Die umfassende, dreidimensionale Bedeutung im Sinne eines «Prinzips, nach dem in den Teilbereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialem nicht mehr Ressourcen verbraucht werden, als nachwachsen, sich regenerieren oder erholen und damit auch künftig bereitgestellt werden können».

Den Kopf in den Sand zu stecken, wäre falsch.

Nachhaltigkeit, im umfassenden Sinne ist schnell ziemlich komplex. Deswegen den Kopf in den Sand zu stecken, wäre falsch. Zum Glück gibt es in unserer Region spannende, gute und erfolgreiche Ideen und Projekte. Es gibt Menschen und erfreulicherweise viele junge Menschen, welche genug davon haben, nur darüber zu sprechen. Menschen, die sich zum Beispiel grösstenteils zu Fuss oder mit dem Velo bewegen und auf Flugreisen verzichten, oder Leute, die nur das Nötigste besitzen und dieses mit anderen teilen. Betriebe, die in Kauf nehmen, weniger Gewinn zu machen, dafür Nachhaltigkeit in allen Dimensionen berücksichtigen können. Leute, die nur so viel produzieren, wie sie benötigen, oder so konsumieren, dass für alle auch in Zukunft genug bleibt. Tausende weitere Ideen aus der ganzen Welt warten nur darauf, auch hier lanciert zu werden. Lasst es uns wissen!

Wir, das Bloggerteam:

Wir Bloggerinnen und Blogger sind dabei, wenn in Luzern ein neuer Stern der Nachhaltigkeit aufgeht. Wir geben alles, damit dieser Blog zum leuchtenden Beispiel rund um Nachhaltigkeit wird. Wir wünschen Spass beim Lesen, Kommentieren und Ausprobieren und freuen uns auf eure Ideen!

- Vertreter und Vertreterinnen der Umweltberatung Luzern (ublu)
- Rebekka Sommerhalder, Inhaberin von glore
- Fabian Spescha von Sleepgreen
- Sebastian Moos
 

Aus dem zentralplus Blog Nachhaltigkeits-Blog

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