Burger, Burger, Burger – aber welcher ist nun der Beste? (Bild: lob/Montage sib)
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Burger, Burger, Burger – aber welcher ist nun der Beste? (Bild: lob/Montage sib)

Wo es den besten Take-away-Hamburger in Zug gibt

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Es ist Mittagszeit. Die Sonne scheint, der Magen knurrt. Einen Hamburger draussen an der Frühlingssonne geniessen – das wär's jetzt. Doch welche ist in Zug die beste Adresse dafür? zentralplus hat sich auf die Suche begeben und sagt, wo es den leckersten Take-away-Hamburger der Stadt gibt – und welchen man getrost auslassen kann.

Endlich scheint sich der gefühlt ewig währende Winter dem Ende zuzuneigen. Höchste Zeit, dem bleichen Gesicht etwas Vitamin D zu gönnen. Da bietet es sich umso mehr an, das Zmittag wieder einmal draussen zu geniessen. Gesundes Essen in Ehren, aber zwischendurch darf es auch mal wieder ein Hamburger sein. zentralplus bildet im Brötchen-Fleisch-Brötchen-Dschungel Ihren Kompass und verrät, welche Adressen empfehlenswert sind und um welche Sie eher einen Bogen machen sollten. Denn es gibt grosse Unterschiede.

Getestet wurden die Kategorien Aussehen, Brot, Fleisch, Belag, Geschmack, Wartezeit sowie der Preis. Um am besten vergleichen zu können, wurde jeweils der Standard-Hamburger gewählt. Es wurden Schulnoten von 1 (sehr schlecht) bis 6 (hervorragend) verteilt. Getestet wurden Take-away-Hamburger von The Butcher, Migros Take-Away, Coop to go, Ege-Dönerladen, Sandi Pizzakurier und The Station.

Natürlich gäbe es auch noch den Burger King. Doch dieser wurde bewusst nicht in die Wertung aufgenommen, da dort das Produkt universell identisch ist – oder zumindest sein sollte. Daher sollten sich die Überraschungen dort in Grenzen halten. 

Platz 6: Sandi Pizzakurier – Der Billige

(Bild: lob)

Für den Test haben wir uns unter anderem zum Hort vieler Zuger Fast-Food-Erinnerungen begeben. Mehrere Generationen haben schon in ihrer Jugend Burger im Sandi Pizzakurier im Hertizentrum geschlemmt. Mit dem Schlemmen ist es aber spätestens jetzt vorbei.

Mit 4.30 Franken ist der normale Hamburger zwar der Günstigste im Test. Mit viel mehr positiven Attributen kann der Sandi-Burger allerdings nicht zu Buche schlagen. Einzig die Wartezeit von 35 Sekunden ist top, in der der Burger wohl kurz aufgewärmt wurde. Ansonsten: Die Grösse ist für den Preis okay, für jemanden, der wirklich hungrig ist, aber mehr als dürftig.

(Bild: lob)

Der Belag verdient kaum seinen Namen: Eine Gurkenscheibe, dazu einzelne gehackte Zwiebelstückchen. Das Fleisch schmeckt sauer und weist mehrere Knorpel auf. Das Brot ist soweit okay und mit jenem von McDonald's-Burgern vergleichbar. Alles in allem sieht ein Hamburger-Genuss definitiv anders aus.

Note: 2,2

Beefy Burger, 4.30 Franken

Platz 5: Coop to go – Der Eingetrocknete

(Bild: sib)

Die Neustadtpassage beherbergt einen Coop to go. Dort ist alles auf Geschwindigkeit ausgerichtet. So sind auch die Burger fixfertig verpackt warm gestellt. Zumindest fällt so keine Wartezeit an. Der Rindsburger hingegen sieht aus, als hätte er schon eine ganze Weile dort auf uns gewartet.

(Bild: sib)

Der Käse ist eingetrocknet und auch die Sauce bildet eine kompakte Masse. Das obere Brötchen ist kaum vom Rest des Burgers zu trennen. Durch die XXL-Ausgabe sind gleich zwei Fleischscheiben vorhanden, die zwar trocken, aber geschmacklich ganz in Ordnung sind. Gemüse oder Salat sucht man vergebens. Der Preis von 6.95 Franken rechtfertigt eher die Quantität des Fleisches als dessen Qualität.

Note: 2,5

Rindsburger XXL, 6.95 Franken

Platz 4: Migros Take-Away – Der Durchschnittliche

(Bild: lob)

Auf den Migros-Burger vom Metalli haben wir gut 40 Sekunden gewartet, da er nur kurz von der Auslage aufgewärmt werden musste. Um 7.20 Franken sind wir nun ärmer. Optisch sieht er aus, wie ein Hamburger aussehen muss – zumindest, solange man ihn nicht aufklappt.

Die sesambestückte Brothaube weiss optisch und geschmacklich zu gefallen. Was sich darunter verbirgt, ist dagegen weniger aus dem Lehrbuch. Das Fleisch ist etwas zäh, hat dafür eine schöne Farbe. Der Belag kommt standardmässig daher. Mit einer Ausnahme: Neben Gurke, Tomate, Zwiebeln und nicht ganz frisches Salatblatt gesellen sich auch ein paar Peperonistückchen. Ob es die braucht, ist Geschmackssache.

(Bild: lob)

Über das orange Käse-Sauce-Gemisch beim American Burger driften die Meinungen innerhalb der Redaktion auseinander. Das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte angesichts der schieren Durchschnittlichkeit besser sein.

Note: 3,3

American Burger, 7.20 Franken

Platz 3: Restaurant Ege – Der Döner-Burger I

(Bild: lob)

Kein wirklicher Burgerladen, aber auch beim Ege-Döner gibt's in Zug in relativer Bahnhofsnähe Hamburger. Wer es eilig hat, ist hier allerdings an der falschen Adresse: Fast 14 Minuten dauert die Zubereitung. Gut Ding will Weile haben? Vielleicht. Als wir den Burger in den Händen halten, fällt auf, dass wir uns über die Grösse nicht beklagen können. Fleisch und Co. stecken im Dönerbrot.

10 Franken kostet der Burger. Aufgrund der Grösse ist der Preis akzeptabel, aber nicht auf der billigen Seite. Der Belag ist etwas vielfältiger als beim Standard-Burger, da etwa auch Mais und Karotten den Weg in den Burger gefunden haben. Muss man nicht mögen, aber es macht die Sache auf jeden Fall frischer.

(Bild: lob)

Die vom Döner übernommene Cocktail-Sauce hilft dem Burgerfeeling allerdings nicht. Viel eher wähnt man sich geschmacklich vor einem Kebab. Für die Grösse des Brötchens hätte das Burger-Patty ruhig etwas grösser sein können. Das Fleisch stammt ziemlich sicher aus dem Tiefkühler, ist aber okay, und mit einer leicht orientalischen Note gewürzt.

Note: 3,5

Hamburger, 10 Franken

Platz 2: Restaurant The Station – Der Döner-Burger II

(Bild: sib)

The Station an der Baarerstrasse bietet neben verschiedensten Kebabs und Pizzen unter anderem auch Hamburger an. Zehn Minuten Wartezeit sind recht viel. Vielleicht musste auch erst noch das Fleisch aufgetaut werden, denn es scheint aus der Gefriertruhe gekommen zu sein.

(Bild: sib)

Wie auch bei Ege ist der Hamburger abgesehen davon genau wie ein Kebab im Taschenbrot zubereitet: Dasselbe Brot, derselbe Salat, dieselbe Cocktailsauce, Zwiebeln und Tomaten. Das ist jedoch nicht nur schlecht. Der Burger ist gross und der Salat recht frisch. Nur bleibt durch die Menge des Belags nicht viel vom Fleisch übrig – das eigentliche Herzstück eines Hamburgers. Der Preis von 8 Franken ist absolut in Ordung für die Grösse.

Note: 3,8

Hamburger, 8 Franken

Platz 1: The Butcher – Der Gewinner

(Bild: lob)

Der beste, aber auch der teuerste Burger im Test. 12.80 Franken für die Standard-Version – mit ein paar Extras kostet ein Burger schnell um die 15 Franken. Das Brot ist briocheartig, lecker und fällt beim Essen auch nicht gleich auseinander.

Mit Salat, Zwiebeln und Tomate ist der übliche Hamburger-Belag da. Die Zwiebeln sind allerdings karamellisiert, was sich gut mit der recht süssen Sauce ergänzt. Diese unterscheidet sich denn auch angenehm vom üblichen Ketchup-Senf-Duo. Das Fleisch schmeckt zart und kommt auch noch etwas rosa daher, könnte jedoch etwas mehr gewürzt sein.

(Bild: lob)

Mit etwas mehr als sieben Minuten Wartezeit liegt The Butcher gut im Rennen, wenn man bedenkt, dass der Burger frisch gemacht ist. Zudem liesse er sich per App auch vorbestellen und -bezahlen. Das gibt einen Extrapunkt.

Note: 4,8

Butcher Burger Regular Size, 12.80 Franken

Aus dem zentralplus Blog eat’n drink

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