Dass in Horw einem Rollstuhlfahrer nicht geholfen wurde, gibt zu reden
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Dass sich niemand um den Rollstuhlfahrer kümmerte, gibt in einer regionalen Facebook-Gruppe viel zu reden. (Bild: Pixabay)

Fehlende Courage? Dass in Horw einem Rollstuhlfahrer nicht geholfen wurde, gibt zu reden

1 min Lesezeit 3 Kommentare 04.10.2020, 10:21 Uhr

Eine Frau hat in Horw einen Rollstuhlfahrer beobachtet, der Schwierigkeiten hatte, eine schräge Strasse zu befahren. Niemand half ihm. Nun machte sie ihrem Ärger Luft.

«Wie traurig; bin heute nach meinem Einkauf einem Mann im Rollstuhl begegnet, der sich eindeutig abmühte, eine leicht steile Strasse hochzukommen», schrieb die Frau in der Facebookgruppe «Du besch vo Horw wenn…». Drei Männer hätten unabhängig voneinander den Mann im Rollstuhl passiert, ohne ihm zu helfen.

«Mich stresste das, und es tat mir auch weh mitanzusehen, dass Leute so unachtsam sind», sagt die Horwerin gegenüber «20 Minuten». Daraufhin sei sie zu dem Rollstuhlfahrer hin und habe ihm ihre Hilfe angeboten. Sie habe ihn dann zum gewünschten Geschäft rund zwanzig Meter weiter geschoben.

Viele Menschen haben auf den Post der Helferin. «Ich rechnete vielleicht mit ein bis zwei Personen, die auf den Post reagieren würden. Mittlerweile habe ich rund 50 Reaktionen erhalten», sagt sie weiter.

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3 Kommentare
  1. Gott Hilf, 04.10.2020, 23:01 Uhr

    Wer hilfe braucht, der darf danach fragen. So einfach ist das!

    1. Nina G, 05.10.2020, 13:37 Uhr

      So einfach ist es nicht! Meistens laufen die Menschen noch schneller vorbei und tun so als ob sie keine Zeit hätten. Leider bin auch eine Betroffene die nur eine Passantin meine Bemühungen merkte und mir half.
      Die Strassen sind zum Teil katastrophal für Rollstuhlfahrer.

    2. soul, 06.10.2020, 10:38 Uhr

      Nein, so einfach ist es nicht. Menschen mit Behinderungen und im Rollstuhl können in einer schwierigen Situation, wie eine abfallende Strasse, sich oft nicht auch noch nach Hilfe umschauen, das sie sonst die Kontrolle über das Gefährt verlieren. Und es gibt Menschen, die nicht gut und laut reden/rufen können.
      Es ist an uns Gesunden, für unsere benachteiligten Mitmenschen zu schauen, wenn sie in einer misslichen Lage sind. Z.B auch mal im Bus einen Platz frei machen, wenn jemand mit Gehproblemen oder mit Rollator einsteigt.
      Ich habe grosse Hochachtung und Respekt gegenüber allen Menschen, die mit Behinderungen und körperlichen Einschränkungen zu kämpfen haben. Und mich erstaunt, dass diese tapferen Menschen immer noch und trotz allem ein Lächeln zustande bringen, wo wir schon wegen kleinsten Hindernissen mürrisch und ungehalten reagieren.

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