Das wird ein Mega-Event im Siedlungsgebiet
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Wie in Burgdorf 2013 wird auch in Zug 2019 für das «Eidgenössische» ein temporäres Stadion mit über 50'000 Plätzen errichtet. (Bild: zvg)

Eidg. Schwingfest 2019 in Zug Das wird ein Mega-Event im Siedlungsgebiet

4 min Lesezeit 1 Kommentar 08.03.2015, 16:20 Uhr

Jetzt ist es fix: 2019 findet in der Stadt Zug der grösste Einzelsportanlass der Schweiz statt. Das OK hat die Zusage für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest erhalten – und will die Bevölkerung endlich umfassend informieren.

Was bisher geleistet wurde, war nur ein Vorbote für das, was noch zu tun bleibt. Das Organisationskomitee für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) 2019 in Zug kann jetzt die aufwendige Arbeit in Angriff nehmen, in den nächsten viereinhalb Jahren einen der grössten Anlässe der Schweiz auf die Beine zu stellen.

Um die 300’000 Personen dürften im Spätsommer 2019 nach Zug kommen – und das an einem einzigen Wochenende. Damit eine Stadt mit weniger als 30’000 Einwohnern diese logistische Herausforderung meistern kann, gilt es noch zahlreiche Konzepte zu erstellen und Ideen zu entwickeln.

Einstimmiger Zuschlag für die Zuger

Immerhin weiss das OK um Landammann und Regierungsrat Heinz Tännler seit Sonntag, dass es definitiv mit der Vorbereitung beginnen kann. Die Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbands haben Zug einstimmig das Mandat übertragen, das ESAF 2019 zu organisieren.

Das war allerdings absehbar, war Zug doch die einzige Kandidatur des Innerschweizer Schwingerverbands, der 2019 turnusgemäss mit der Austragung des alle drei Jahre stattfindenden Anlasses an der Reihe ist. Für das ESAF 2016 gab es noch drei Kandidaten, schliesslich setzte sich Estavayer-le-Lac im Kanton Freiburg durch.

Für die Präsentation der Zuger Kandidatur hatte das OK den bekannten Fernsehmoderator Sepp Trütsch engagiert. Er stimmte die Abgeordneten an ihrer Versammlung in Basel zusammen mit dem Kinderchor Zugerland und einer Zuger Jodler-Formation ein. Es war dann aber OK-Präsident Heinz Tännler vorbehalten, den Anwesenden die Vorzüge des kleinsten Kantons des Landes (abgesehen von den Halbkantonen) darzulegen.

Scharnier zwischen Zürich und ländlicher Innerschweiz

Bei Zug denke man vor allem an tiefe Steuern, an 40’000 Pendler, mehr als 90’000 Arbeitsplätze oder den Rohstoffhandel. «Doch das ist nur eine Seite der Medaille», so Tännler. Zug sei auch landschaftlich attraktiv, sagte er und erwähnte den Zugersee sowie den Ägerisee. Der Kanton biete schöne Naherholungsgebiete und sei begehrt als Wohnort. Zug sei ein Scharnier zwischen dem urbanen Zürich und der ländlich geprägten Innerschweiz. «Bei uns herrscht der Geist der Offenheit und Toleranz.»

Vor allem in einem Punkt wird sich das ESAF 2019 vom letzten «Eidgenössischen» 2013 in Burgdorf und dem nächsten in Estavayer unterscheiden: Dem Standort des Festgeländes. Das Fest in Zug werde etwas anders gestaltet, erklärte Tännler. «Denn es wird in einem Siedlungsgebiet stattfinden.» Das war in Burgdorf anders und wird auch in Estavayer nicht so sein. Für die Festmeile in Zug werde auch die bestehende Infrastruktur mit Fussballplatz und Hockeystadion genutzt. Tännler betonte: «Wir haben idealste Voraussetzungen in Zug.»

Ein Fest der kurzen Wege

Nicht zuletzt wegen den Berichten auf zentral+ wies der Baudirektor und OK-Präsident an der Abgeordnetenversammlung explizit auf das Thema «Grundstücke für das ESAF» hin. Die Landverhandlungen seien abgeschlossen. «Es gibt keine Fragezeichen mehr, das benötigte Land steht uns zur Verfügung.» Tännler wies darauf hin, dass das gesamte Festgelände in Fussmarschdistanz zum Bahnhof liege. Es werde deshalb ein Fest der kurzen Wege. «Das ESAF 2019 soll in die ganze Schweiz ausstrahlen. Wir sind parat und das Know-how zur Vorbereitung ist vorhanden», schloss der Regierungsrat.

«Jetzt, da wir wissen, dass wir Austragungsort sind, werden wir möglichst schnell alle Interessierten über den Stand der Arbeiten aufklären.»

Heinz Tännler, OK-Präsident Eidgenössisches Schwingfest 2019

Auch Zugs Stadtpräsident Dolfi Müller nutzte die Möglichkeit, für Zug zu werben. Zug habe mehr zu bieten als Kirschtorte und Steuervorteile. Müller erklärte, heute brauche es «Anker, die uns halt geben». Ein solcher Anker sei die Tradition. Und eine grosse Schweizer Tradition ist eben auch der Schwingsport. Eine Schwingerhochburg sei Zug zwar nicht, aber in Zug gebe es Freunde des Schwingens.

Geschäftsstelle in der Zuger Grafenau

Mit einem langen Applaus erhielt Zug schliesslich von den etwa 200 Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbands den Zuschlag für das ESAF 2019. Sichtlich erfreut, erklärte Tännler: «Wir werden nicht Mühe haben, aber wir werden uns Mühe geben, ein einmaliges, traditionelles Fest auszurichten.»

Zum Schluss wurde Tännler als offizieller Akt das Pflichtenheft zur Organisation des ESAF vom Eidgenössischen Schwingerband übergeben. Nach 1943 sowie 1961 ist Zug somit zum dritten Mal Austragungsort eines Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes.

Noch vor den Sommerferien eröffnet das OK in der Zuger Grafenau die Geschäftsstelle für das ESAF 2019. Hohen Stellenwert geniesst gemäss Tännler die Kommunikation, die bisher spärlich war: «Jetzt, da wir wissen, dass wir Austragungsort 2019 sind, werden wir möglichst schnell alle Interessierten über den Stand der Arbeiten, unsere Vorstellungen und die ganze Organisation umfassend aufklären.» Man werde einen intensiven Kontakt mit der Bevölkerung pflegen und sie über alle weiteren Schritte laufend informieren.

Finden Sie es gut, dass in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 stattfindet? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

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1 Kommentare
  1. Eric Sigrist, 09.03.2015, 07:22 Uhr

    Haben Sie eine Vakanz im OK? Ich übernehme die Unterbringung.

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.