Das WEF soll für die Kosten des Kantons aufkommen
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Das WEF findet dieses Jahr auf dem Bürgenstock statt – auch in Luzern werden Veranstaltungen stattfinden. (Bild: zvg)

Vorstoss eingereicht Das WEF soll für die Kosten des Kantons aufkommen

2 min Lesezeit 3 Kommentare 21.10.2020, 11:00 Uhr

Die Jungen Grünen stören sich daran, dass sich der Kanton Luzern mit Steuergeldern an der Finanzierung des WEFs beteiligen will. Gerade in Zeiten einer Pandemie sei das inakzeptabel. Ausserdem soll die Bevölkerung während der Veranstaltung nicht von der Umgebung rund ums KKL ferngehalten werden.

Corona stellt so manche Kantonsfinanzen vor eine Herausforderung. Unterstützungsbeiträge beeinflussen das Budget, auch im Kanton Luzern. Für die Jungen Grünen ist es deshalb umso weniger verständlich, weshalb sich der Kanton gleichzeitig mit Steuergeldern am WEF beteiligten will (zentralplus berichtete). Dieses findet im Mai erstmals auf dem Bürgenstock statt (zentralplus berichtete).

Die Kantonsräte Jonas Heeb und Samuel Zbinden haben deshalb einen Vorstoss eingereicht. Sie wollen, dass die für den Kanton entstandenen Kosten dem Veranstalter verrechnet werden. «Während sich der Kanton verschuldet und viele Menschen um ihre Existenz kämpfen sollen wir Millionen für die Sicherheit von Putin und Co. ausgeben?», wird Heeb in einer Mitteilung zitiert.

Doch damit nicht genug: Ebenfalls befürchten die beiden, dass die Bevölkerung während des WEFs vom Umfeld des KKLs ferngehalten wird. Aus Sicherheitsgründen könnten Plätze abgesperrt werden. Zbinden findet hingegen klare Worte: «Das Inseli, die Uni, der Europaplatz und das gesamte Bahnhofgebiet muss auch während dem WEF frei zugänglich bleiben!» Das Leben der Stadtbevölkerung soll möglichst marginal tangiert werden. Denn in Davos habe sich gezeigt, dass der Verkehr während der Veranstaltung blockiert sei. Für die Bevölkerung könne sich die Zeit für den Arbeitsweg deshalb um mehrere Stunden verlängern. Die hohe Präsenz von Militär- und Polizeikräften wirkten sich zusätzlich negativ auf die Lebensqualität aus.

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3 Kommentare
  1. Martin Werthmüller, 22.10.2020, 10:19 Uhr

    Hört endlich mit diesem kleinbürgerlichen Denken auf. Das WEF ist eine Chance für Luzern! Und Putin wird kaum nach Luzern kommen. Im weiteren, ob man für einmal im Jahr 2 Tage nicht auf’s Inseli, Europaplatz usw. gehen kann – die Welt geht nicht unter.

  2. Roli Greter, 21.10.2020, 22:35 Uhr

    Das WEF kann, und soll sich selber finanzieren und für uns Steuerzahler keine Mehrbelastung sein. Wir können diesen pseudoelitären Event unter diesen Voraussetzungen gutheissen. Falls wir jedoch dafür finanziell aufkommen müssen werden wir alle gesetzlich verfügbaren Mittel dafür aufbringen und uns dagegen wehren.

  3. Dunning-Kruger, 21.10.2020, 13:08 Uhr

    Dieser fromme Wunsch wird wohl leider nicht erhört werden. Unerhört!!

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