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Preisverleihung des Tourismus Forums Luzern Das sind die drei neuen Luzerner Tourismus-Stars

Am Tourismus Award 2021 wurde den drei grossen Siegern des Jahres ein Preis übergeben. (Bild: Jan Rucki)

Jedes Jahr werden in Luzern die Tourismusbetriebe gekürt, die ausserordentliche Verdienste zugunsten des Tourismus geleistet haben. Nachdem der Event zuletzt 2019 stattgefunden hat, wurde der Tourismus Award am Samstagabend im KKL Luzern an drei Zentralschweizer Betriebe verliehen.

Schlichtheit wäre der wohl unpassendste Begriff, um den vergangenen Samstagabend am 9. Festival der Gastfreundschaft im KKL Luzern zu beschreiben. Denn: An einem edlen Gala-Dinner wurde im Kulturgebäude am Luzerner Europaplatz, mit einer für die Wichtigkeit des Preises repräsentativen Show, der Tourismus Award verliehen – organisiert und durchgeführt durch das Tourismus Forum Luzern.

Die Gala fand in einem festlichen Rahmen statt. Auf das Apéro folgte ein Dinner mit mehreren Gängen. Umrahmt wurde das Programm mit diversen musikalischen sowie humorvollen Showeinlagen. Für die Moderation sollte niemand geringeres als TV-Legende Susanne Kunz zuständig sein. Diese fiel jedoch krankheitsbedingt aus und wurde durch Chef des Le Théatre in Emmen Andréas Härry ersetzt. Hauptprogrammpunkt der Gala war die Verleihung des Tourismus Award. Dieser ging heuer an drei Betriebe, die ausserordentliche Verdienste zugunsten des Luzerner Tourismus geleistet haben. Stolze Gewinner des Abends waren: Der Gletschtergarten Luzern, die Rigi-Bahnen in Küssnacht und das World Tourism Forum Lucerne.

Gletschergarten punktet mit neuem Felsenweg

Andreas Burri, Museumsdirektor des Luzerner Gletschergartens, ist sichtlich erfreut über die Anerkennung der Arbeit, die er und sein Team in der letzten, wilden Zeit geleistet haben: «Wir freuen uns sehr über die Anerkennung. So etwas gibt es höchstens ein Mal pro Betreibergeneration», gibt er gegenüber zentralplus zu wissen.

«Die Investitionen waren nach bald 150 Jahren Museumsgeschichte dringend nötig.»

Andreas Burri, Museumsdirektor Gletschergarten Luzern

Den Gewinn des Preises erklärt er sich mit dem grosszügigen Ausbau des Museums und mit dem im vergangenen Sommer neu eröffneten Felsenweg (zentralplus berichtete). Burri meint: «Ohne diese Investitionen hätte man den Gletschergarten wohl in einem Dornröschenschlaf vermutet. Die Investitionen waren nach bald 150 Jahren Museumsgeschichte dringend nötig, und die mit der Eröffnung im Juli verbundene mediale Aufmerksamkeit hat sicher geholfen.»

Andreas Burri hat für den Gletschergarten Luzern den Preis entgegengenommen – und war über den Gewinn sichtlich überrascht.

Der Gletschergarten, welcher nicht nur wegen der Corona-Pandemie mit nicht allzu hohen Besucherinnenzahlen zu kämpfen hatte, dürfte nun etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Der Direktor sagt: «Der neue Gletschergarten ist wieder ein Muss auf der Bucket-List der wichtigsten Ausflugsziele.» Er freue sich, wenn alle Schweizer wieder einmal in den Gletschergarten kommen. «Für einige sind Jahrzehnte vergangen seit ihrem letzten Besuch. Andere waren noch gar nie hier. Der Preis hilft uns, dieses Ziel zu erreichen», erklärt Burri.

Historische Lok und Innovation

Ebenfalls für mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat die einzige ausserkantonal angesiedelte Gewinnerin, die Rigi-Bahnen. Zu ihrem 150. Jubiläum haben die Rigi-Bahnen nämlich eine historische Lok wieder zum Leben erweckt und damit weite Wellen geschlagen. Geschäftsleiter Frederic Füssenich erklärt weshalb: «Fakt ist, dass die LOK7 eine riesige Erfolgsgeschichte ist und viele Menschen glücklich macht. Sie ist in diesen unsicheren Zeiten ein Symbol für Beständigkeit und Tradition. Der Preis zeigt uns, dass wir vieles richtig gemacht haben zu unserem 150. Jubiläum.»

«Wenn man eine 147 Jahre alte Lok nutzt, ist das der Inbegriff von Nachhaltigkeit.»

Frederic Füssenich, Geschäftsleiter Rigi-Bahnen

Ebenfalls zu den glücklichen Gewinnern gehörten die Rigi Bahnen.

Für die Vergabe des Tourismus Award werden die Unternehmungen in drei Kriterien bewertet: Innovationskraft, Ausstrahlung und Nachhaltigkeit. Wenn es um die Ausstrahlung der Rigi-Bahnen geht, erklärt Geschäftsleiter Füssenich, was er mit medialer Aufmerksamkeit meinte: «17 Millionen Franken Medienäquivalenzwert sprechen für sich.» Etwas salopper antwortet er dann auf die Frage, inwiefern die Rigi-Bahnen in punkto Nachhaltigkeit vorangeschritten sind. Füssenich meint schlichtweg: «Wenn man eine 147 Jahre alte Lok nutzt, ist das der Inbegriff von Nachhaltigkeit.»

Beim World Tourism Forum Lucerne fällt das Wort Nachhaltigkeit bereits im ersten Satz: «Ich denke, die Jury würdigt unsere weltweiten Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus und die gleichzeitige Stärkung der Marke Luzern», erklärt sich Präsident und Geschäftsleiter Martin Barth den Gewinn.

Und schliesslich bildeten die Herren des World Tourism Forum Lucerne die Gruppe der dritten Gewinnern des Abends.

Nebst guter Werbung für das Schaffen der Organisation stelle der Preis auch ein grosser Motivationsschub dar. Barth meint weiter: «Solche Auszeichnungen haben eine starke interne Wirkung. Mein Team sieht, dass man ihre Arbeit schätzt. Der Preis zeigt aber auch, dass unsere Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag leisten für die Entwicklung des Tourismus in Luzern, der Zentralschweiz und der ganzen Schweiz. Schliesslich gibt der Award Schub für noch stärkere internationale Aktivitäten.»

Nachhaltigkeit bleibt bei allen eine trübe Frage

Und wie ist das Tourismus Forum international aktiv? Mitte Dezember organisiert das Forum in Delhi das zweite «Indian Start-up Innovation Camp». Mitte Januar geht es nach Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort organisiert das Forum einen Anlass, der im Juni 2020 verschoben werden musste. «Geplant sind der Aufbau eines weltweiten Innovation Hub für den Tourismus in Luzern sowie die Entwicklung einer Talent-Pipeline, um den Nachwuchs in unserer Branche sicherzustellen», so Barth weiter.

Doch inwiefern findet das Thema Nachhaltigkeit hier seinen Platz? «Die nachhaltige Entwicklung ist eines unserer vier Hauptthemen. Hier schaffen wir neue Impulse dank der Integration von neuen, zukunftsgerichteten Geschäftsmodellen», kommt von Barth auf diese Frage als eher schwammige Antwort.

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