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Luzerner Theater soll an der Reuss bleiben – auch wenn kein Neubau möglich ist
  • Politik
Das alte Luzerner Theater an der Reuss. (Bild: jwy)

Lieber umbauen als wegziehen Luzerner Theater soll an der Reuss bleiben – auch wenn kein Neubau möglich ist

2 min Lesezeit 30.03.2020, 11:00 Uhr

Wie soll es mit dem veralteten Gebäude des Luzerner Theaters weitergehen? Ein kompletter Neubau ist praktisch unmöglich, ein Umbau wird extrem kompliziert. Nun nimmt der Stadtrat Stellung. Eine entscheidende Frage bleibt aber noch offen.

Dem Luzerner Theater läuft die Zeit davon. Und das nicht erst, seit einem die Decke dort wortwörtlich auf den Kopf fiel (zentralplus berichtete). Bekanntlich wünschen sich viele der Theaterschaffenden einen Neubau. Das wäre auch die Präferenz des Stadtrats gewesen.

Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege und die Eidgenössische Kommission für Natur- und Heimatschutz machten diesem Begehren aber einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Ein Gutachten der beiden Kommissionen kommt kurz zusammengefasst zum Schluss, dass die Variante «Sanierung und Ergänzungsbau» einem Neubau klar vorzuziehen ist.

Das wiederum löste die Frage aus, ob nicht ein neuer Standort für das Theater gefunden werden muss. In einem Bericht zuhanden des Grossen Stadtrats nimmt der Stadrat nun Stellung.

Gutachten erschwert Situation

«Es ist nach unserem heutigen Wissensstand möglich, am Theaterplatz ein erneuertes oder neues Theatergebäude zu realisieren. Dementsprechend halten wir derzeit am Standort fest», erklärt Stadtpräsident Beat Züsli. Das Gutachten der zwei eidgenössischen Kommissionen aus Bern hätte die Situation zwar «akzentuiert, aber nicht verunmöglicht», so Züsli.

Vieles hängt nun von einer Machbarkeitsstudie ab. Sie soll aufzeigen, wie ein Umbau mit Erweiterungsbau funktionieren könnte und wie dabei die Forderungen der Kommissionen erfüllt werden könnten.

Machbarkeitsstudie bis Ostern

Die Machbarkeitsstudie sollte bis Ostern vorliegen. Das könnte sich aufgrund der Corona-Krise leicht verzögern. Sobald die Studie vorliegt, will man sie den beiden Kommissionen unterbreiten.

«Unsere Hoffnung wäre, bis nach den Sommerferien eine Rückmeldung zu bekommen», sagt Züsli. «Idealerweise würde diese uns genug Spielraum lassen, um einen Wettbewerb starten zu können.» Der Stadtrat sei überzeugt, dass ein Architekturwettbewerb für den Theaterplatz «interessante, innovative und attraktive Projekte hervorbringen würde, welche die Entwicklung der Stadt Luzern positiv beeinflussen würden.»

Für die Durchführung eines solchen Wettbewerbs erhielt das Theater letzten Dezember eine Spende von 1 Million Franken (zentralplus berichtete).

Neubau bleibt eine Option

Was wäre bei einem negativen Bescheid? «Man könnte dann Richtung Neubau gehen mit allen Einspracherisiken oder dann den Standort aufgeben, was aber beides mit grossen Verzögerungen verbunden wäre», stellt Züsli klar.

Vieles liegt demnach noch in der Schwebe. Fest steht jedoch, dass die Uhr unerbittlich tickt: Geschätzt wird, dass im Jahr 2025 eine Komplettsanierung (Rückbau auf den Rohbau) ansteht. «Es kommt der Zeitpunkt, an dem jeder Franken, der in das Gebäude investiert wird, verloren ist», warnt der Stadtpräsident. 

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