Das Restaurant Raten in Oberägeri muss eine Woche schliessen
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Der Raten in Oberägeri ist seit Freitag geschlossen. (Bild: Screenshot Google Street View)

Erneuter Verstoss gegen Corona-Regeln Das Restaurant Raten in Oberägeri muss eine Woche schliessen

2 min Lesezeit 11 Kommentare 06.12.2020, 15:04 Uhr

Der Wirt des Restaurants Raten in Oberägeri hat erneut gegen geltende Schutzbestimmungen zur Eindämmung der Coronapandemie verstossen. Deshalb muss er sein Gasthaus ein zweites Mal vorübergehend schliessen. Nur für eine ganze Woche.

Der Zuger Regierungsrat greift hart durch. Das Restaurant Raten in Oberägeri muss für eine Woche den Betrieb einstellen. Dies berichtet der «Bote der Urschweiz» am Sonntag. Grund ist, dass zentrale Corona-Schutzmassnahmen nicht eingehalten worden seien.

Wiederholt hätten Besucher die Polizei darauf hingewiesen, dass das Personal beispielsweise ohne Schutzmaske Gäste bedienten, wie Frank Kleiner, Sprecher der Zuger Polizei, gegenüber der Zeitung sagte. Dies, obwohl man den Wirt immer wieder darauf aufmerksam gemacht habe. Deshalb schloss die Polizei den Betrieb Ende Oktober für 36 Stunden. Gemäss Kleiner ist das die maximale Schliessdauer, die die Polizei verordnen kann.

An Anti-Corona-Demo aufgetreten

Doch der Pächter scheint unbelehrbar zu sein, weshalb nun der Regierungsrat eingreift. Das Vergehen ist laut der Zeitung dasselbe wie beim ersten Mal. Das Gasthaus ist deshalb seit Freitag geschlossen und darf erst wieder am 12. Dezember öffnen. Dann wird laute dem «Bote» regelmässig kontrolliert, ob die Bestimmungen eingehalten werden.

Der Wirt des Ratenhat sich jüngst als Coronaskeptiker zu erkennen gegeben. So trat er an einer Demonstration in Lachen im Kanton Schwyz auf. Dort warf er dem Bundesrat vor, im Sommer zu wenig Vorkehrungen gegen die zweite Welle getroffen zu haben. Auf Youtube existiert ein Mitschnitt der Rede. Der Bundesrat reagiere unverhältnismässig, sagt er dort. Und er trage die Konsequenzen der angeordneten Massnahmen nicht mit. Das sei eine «Sauerei». Wenn man etwas gegen die Maske sage, werde man diffamiert (zentralplus berichtete).

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11 Kommentare
  1. mebinger, 07.12.2020, 11:53 Uhr

    Hat der Regierungsrat dem Ratenwirt bewiese, dass keine Masken getragen wurden oder sind Denunzianten nun plötzlich göttliche Boten. Wo bleibt der Rechtsstaat und wann erledigen die Gerichte endlich ihre Arbeit, wenn die Politik schon versagt?

  2. mebinger, 07.12.2020, 11:48 Uhr

    Tanti Salutti wo habe ich die Grippe erwähnt?

    1. Tanti Salutti, 07.12.2020, 16:36 Uhr

      Oh entschuldigung Hoheit, ich habe aus einer „normalen Erkältungswelle“ eine Grippe gemacht. Dann fragst du halt wie es ihm in der normalen Erkältungswelle gegangen ist. Der Sinn des Kommentars bleibt derselbe.

  3. Lüthi Heinrich, 07.12.2020, 08:48 Uhr

    Wenn Leute das Restaurant besuchen und feststellen das nicht Coronaconform verfahren wird. Sollten sie nicht ins Restaurant gehen. Aber sicher nicht die Polizei informieren? Das ist scheiheilig.

  4. Kein Verräter, 07.12.2020, 07:14 Uhr

    Der Wirt machtˋs doch richtig! Wir müssen doch nichts! Ausser Atmen- Sterben- und Steuern bezahlen! Hauptsache Gäste sind da, um Polizei zu spielen! Einmal im Leben zu den GROSSEN zu zählen… wow! Ich warte nur darauf, bis der Schwindel auffällt. Eigentlich sollten diese Denunzianten dann in kein Restaurant mehr dürfen…

  5. Hanspeter Hildbrand, 06.12.2020, 22:15 Uhr

    Die Schliessung ist der beste Weg gegen solche Missachtungen. Neben dem Risiko für die Gäste aus aller Region , sind auch die Mitarbeiter gefährdert. Der Wirth soll doch mal in eine Intensivstation schauen und über seine Einstellung gedanken machen.
    Wir meiden solche fahrlässigen Restaurands und geben unser Geld aus wo wir uns wohl fühlen…

  6. Marion Russek, 06.12.2020, 21:51 Uhr

    ich war am mittwoch im raten zum essen und das GESAMTE personal trug masken!
    aber anscheinend wollen denunzianten dem wirt das leben wirklich schwer machen.
    neue welt: denunziantentum = solidarität und staatgehorsam!
    habe gedacht, diese ddr zeiten seien vorbei… aber da irre ich wohl.

  7. mebinger, 06.12.2020, 16:17 Uhr

    Vielleicht haben aber auch die Angestellten die Nase voll von dieser vorsätzlichen Körperverletzung durch hysterische Fakten verachteten und aus einer Mücke einen Elefanten machenden Redigierung, für mich wäre diese Quälerei ein Grund sofort zu künden, ich bin nicht verpflichtet meine Gesundheit aufs Spiel zu setzten nur weil Politike mit allen Mittel aus einer normalen Erkältungswelle eine Epidemie zu machen.

    1. Kasimir Pfyffer, 06.12.2020, 17:02 Uhr

      Ich hoffe, dass Sie bald professionelle Hilfe finden.

    2. Daniel Bachmann, 06.12.2020, 20:53 Uhr

      In der Corona-Krise zeigen viele ihr wahres Gesicht. Sie sind leider keine Ausnahme.

    3. Tanti Salutti, 07.12.2020, 10:29 Uhr

      Lieber Michael. Eine solche Denkweise habe ich von dir nicht erwartet. Du weisst selber was Intensivstation bedeutet. Frag doch den Gemeindepräsident von Oberägeri wie er seine, wie du sagst Grippe, erlebt hat.

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