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Das Projekt konkretisiert sich

3 min Lesezeit 1 Kommentar 01.12.2015, 11:14 Uhr

Die Projektarbeiten der unterirdischen Parkierungsanlage für Autos und Reisebusse im Musegghügel machen Fortschritte. Die Initianten sind bestrebt, die Anliegen der Anwohner, Interessen und Auflagen des Denkmalschutzes sowie Bedürfnisse aus Wirtschaft und Gewerbe in die Planung einzubeziehen.

Seit März 2015 ist die Musegg Parking AG Trägerin der Projektidee im Musegghügel einen Carterminal mit Parkierungsanlage zu realisieren. Diese soll es ermöglichen, den Schwanenplatz carfrei zu machen und damit einen Beitrag für eine attraktivere Luzerner Innenstadt zu leisten.

Eine grosse Stärke des Projektes sei es laut Mitteilung der Musegg Parking AG, dass die Parkierungsanlage direkt von den Hauptverkehrsachsen und nur über die Geissmattbrücke zu erreichen sei. Hin- und Herfahrten für den Passagierumschlag oder für die Parkplatzsuche über die Achse Pilatusplatz-Seebrücke entfallen. Für alle Nutzer der Anlage besonders attraktiv seien die kurzen Gehwege mitten in die Fussgängerzone der Luzerner Altstadt. Damit sichert das Projekt die Erreichbarkeit von Luzerns Zentrum und leiste wesentliche wirtschaftliche Impulse.

Nutzung bestehender Kaverne

Die Projektentwicklung konzentriert sich auf zwei Fragerichtungen. Wie sieht das Projekt aus? Und was verändert es im Umfeld? In der ersten Frage ist die Musegg Parking AG weit fortgeschritten.

Untersuchungen am Fels hätten gezeigt, dass ein kompletter Untertagebau möglich sei. Die baulichen Eingriffe konzentrieren sich somit auf das Portal in der Geissmatt sowie die Fussgängerzugänge zur Altstadt und Museggstrasse. Dank der Möglichkeit, die bestehende Schutzkaverne aus den 1940er Jahren unter dem Schirmerturm für Frischluftzufuhr, Zugang sowie Fluchtweg zu nutzen, seien keine weiteren Bauten nördlich der Museggmauer nötig.

Damit werde das schützenswerte Umfeld der Museggmauer nur minimal beansprucht. «Wer Bilder zu den Portalen sehen will, den müssen wir vorderhand enttäuschen. Das ist gegenwärtig die Aufgabe der eingesetzten Architekten und Stadtplaner in Zusammenarbeit mir der Stadtbaukommission und der Denkmalpflege. Wir bewegen uns in städtebaulich anspruchsvollem Umfeld mit Denkmälern von nationaler Bedeutung. Da ist es selbstverständlich, dass wir äusserst subtil vorgehen, in Varianten denken und mit grosser Rücksicht auf das Umfeld nach der besten Lösung suchen», erklärt André Marti, Gesamtprojektleiter.

Zusammenarbeit mit Stadt vereinbart

Im Hinblick auf die Auswirkungen für die Stadt Luzern zeichnet sich das Projekt durch umfassende Querbeziehungen zu Projekten der Stadtentwicklung und zur Verkehrspolitik aus. Eine enge Zusammenarbeit zwischen privater Projektträgerschaft und Stadt Luzern ist unumgänglich. Per 21. Oktober 2015 verabschiedete deshalb der Stadtrat eine Zusammenarbeitsvereinbarung 1, welche die Zuständigkeiten und Termine in den verschiedenen Bereichen regelt.

«Wir sind sehr froh, dass wir mit dieser Vereinbarung Verbindlichkeiten festlegen konnten, wie wir das Projekt entscheidungsreif machen wollen. Die städtische Bevölkerung wird an der Urne im Rahmen eines Umzonungsverfahren das letzte Wort über die Ausführung haben», sagt Fritz Studer.

Musegg Parking soll Verkehr entlasten

Das Projekt des Musegg Parkings stellt wichtige verkehrspolitische Fragen. In einem verkehrstechnischen Bericht (erstellt vom Ingenieurbüro ewp, Effretikon) werden die Auswirkungen auf das innerstädtische Verkehrssystem untersucht und erforderliche Massnahmen vorgeschlagen. Beispielsweise wie die Carparkierung dimensioniert und organisiert werden muss, um den Schwanenplatz definitiv carfrei zu gestalten.

Der verkehrstechnische Bericht nimmt Mass an den geltenden Reglementen und am Mobilitätskonzept der Stadt Luzern. «Aus den Berechnungen der Verkehrsflüsse in der Innenstadt haben wir unsere Annahme bestätigt erhalten, dass die Achse Pilatusplatz-Bahnhof-Schweizerhofquai entlastet wird. Grund dafür ist, dass der Carumschlag am Schwanenplatz entfällt und im Stadtzentrum weniger Suchverkehr durch Reisecars und Personenwagen stattfindet», sagt André Marti.

Der aktuelle Stand des verkehrstechnischen Berichtes geht in diesen Tagen zur Vorprüfung an die zuständigen Stellen bei Stadt, Kanton und Bund. Er wird die Basis sein, um die Themen im Bereich Verkehr weiter zu bearbeiten. Ziel ist, dass das Vorprojekt bis 2017 vorliegt und zur Abstimmung kommt.

Breite Unterstützung

Die Initianten des Musegg Parkings sind mehr denn je überzeugt, dass das Projekt wichtig für die Anziehungskraft von Luzern ist. Diese Ansicht teilen über 260 Personen aus Stadt und Region Luzern, welche sich in den vergangenen Wochen in einem Unterstützungskomitee formiert haben. «Die breite Unterstützung freut uns. Die Rückmeldungen zeigen, dass unser Projekt nicht nur die Luzerner Stadtbevölkerung betrifft, sondern auch für Leute von auswärts von grosser Bedeutung ist», sagt Fritz Studer.

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1 Kommentare
  1. Sam Pirelli, 01.12.2015, 12:55 Uhr

    … macht ihr jetzt einfach mal chli Werbung? Moubotz, sehr investigativer Journalismus!

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