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Das neue Pfadiheim rückt in greifbare Nähe
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Die alte Postbaracke, das Pfadiheim West (rechts im Bild) soll einem Neubau weichen und das Pfadiheim Ost (Gebäude links) einer Sanierung unterzogen werden. (Bild: zvg)

Gemeinde Baar erteilt Baubewilligung Das neue Pfadiheim rückt in greifbare Nähe

3 min Lesezeit 22.05.2015, 13:07 Uhr

Die Zeichen für ein neues Pfadiheim stehen gut. Nachdem das Projekt wegen Einsprachen ins Stocken geriet, wurde das Bauvorhaben nun vom Gemeinderat bewilligt. Die Freude seitens der Pfader ist gross. Im Trockenen ist der Neubau aber noch nicht.

Sie hofften auf den Goodwill der Nachbarn. Aus Sicht der Pfadi Baar habe es keine Gründe für Einsprachen gegeben, liess Wolfgang Moos, Präsident des Vereins, Ende letzten Jahres verlauten. Voller Zuversicht wurde damals die Baueingabe für ein neues Pfadiheim eingereicht (zentral+ berichtete).

Die «Götter der Baueinsprache» – wie es auf der Webseite des Vereins heisst – waren den Pfadern aber nicht wohlgesinnt. Es hat Einsprachen gegeben. Konkret seien es zwei Anwohner, denen das Neubauprojekt ein Dorn im Auge sei, bestätigt Bauchef Paul Langenegger. «Es geht um Lärmemissionen», konkretisiert Ivo Herger von der Pfadi Baar. Die Anwohner würden befürchten, dass es, insbesondere an Samstagnachmittagen, zu laut werden könnte, fügt er an.

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«Die Planung läuft auf Hochtouren.»

Ivo Herger, Pfadi Baar

Einsprachen wurden abgelehnt

Der Gemeinderat von Baar hat nun am Mittwoch das Projekt bewilligt. «Die Verhandlungen sind gut verlaufen. Die Einsprachen wurden abgelehnt. Da die Auflagen für das Bauprojekt erfüllt sind, wurde das Ganze kurz halten», sagt Langenegger. Auf Gemeindeebene wird es also keine neuen Einsprachen geben.

«Dieser Entscheid freut uns sehr», sagt Ivo Herger. Trotzdem bleibt die Freude etwas verhalten, da noch immer die Möglichkeit bestehe, dass der Fall weitergezogen werde. Zudem sei die Pfadi Baar noch immer darum bemüht, eine zufriedenstellende Lösung für alle Parteien zu finden. «Wir werden auch nach dem Entscheid des Gemeinderats weiterhin den Dialog mit den Anwohnern suchen», erklärt Herger.

«Der Kontakt mit den Nachbarn ist uns enorm wichtig.»

Wolfgang Moos, Präsident Pfadi Baar

Letzte Ehre für ein Postgebäude

Die Postbaracke, welche der Pfadi Baar seit 1980 als Heim dient, blickt auf eine bewegende Geschichte zurück. Schon beim Einzug der Pfadi hatte das Gebäude bereits Jahrzehnte auf dem Buckel. Es wurde in unzähligen Fronarbeitstungen in der Ostschweiz abgebaut und im Jöchler in Baar wieder errichtet. Infolge eines enormen Zuwachses an Vereinsmitgliedern, wurde 1993 der Erweiterungsbau (Pfadiheim Ost) eröffnet.

Mittlerweile zeigen Expertisen, dass das alte Postgebäude nicht mehr zweckmässig saniert werden kann. Da es den Anforderungen des Vereins nicht mehr entspricht, soll es durch einen behindertengerechten und funktionalen Holzbau ersetzt werden.

Der Kontakt mit den Nachbarn ist auch Wolfgang Moos, dem Präsidenten der Pfadi Baar, äusserst wichtig: «Es geht nur miteinander. Natürlich ist der Entscheid des Gemeinderats hoch erfreulich, schliesslich haben wir lange Zeit auf die Baubewilligung gehofft.» Dennoch, ein harmonisches Zusammenleben mit den Anwohnern sei ebenso stark gewichtet, wie Moos nachdrücklich betont.

Sehnsucht nach dem Baubeginn

Der Enthusiasmus der Pfader war indessen stets ungebrochen. Auch durch die Einsprachen liessen sie sich nicht beirren und setzten ihre Arbeit fort: «Die Planung läuft weiterhin auf Hochtouren. Jetzt geht es um den Feinschliff. Sobald die Einsprachefrist auf kantonaler Ebene vorüber ist, wollen wir mit dem Bau beginnen», sagt Herger.

Das Geld für das Neubauprojekt habe die Pfadi zusammen, jetzt gehe es um die Detailplanung, führt Herger aus. Die Investitionskosten belaufen sich auf ungefähr 960’000 Franken. Dieser Betrag wurde mit Sponsoring, Gemeindebeiträgen, der Unterstützung durch das lokale Gewerbe und Eigenleistungen realisiert.

Noch ist nicht aller Tage Abend. Die Einsprecher haben nun 20 Tage Zeit, ihr Anliegen an den Zuger Regierungsrat weiterzuziehen. Langenegger äussert sich verhalten dazu: «Ich kann nicht abschätzen, ob sie diesen Schritt tun werden.» Das wäre reine Mutmassung, fügt er an. Die Pfader gehen mit dem Votum des Bauchefs einher. Abwarten, so lautet die Devise. «Aber natürlich wären wir sehr froh, wenn das Projekt nun – mit der Bewilligung des Gemeinderats – wie geplant weitergeführt werden könnte», sagt Moos.

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